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Motto: "Mach was aus Dir!"

Jennifer Seifert (li.) und Ricarda Mehrkens staunen über die Vielfalt des Busfahrer-Berufes, der jetzt "Fachkraft im Fahrbetrieb" heißt. Fahrer Leon Crom ist gerade in der Ausbildung

Selbstbewusste Azubi-Generation lotet vielfältige Karrierechancen auf der Ausbildungsmesse im Stadeum aus

tp. Stade. "Beweg was, werde Busfahrer!", "Wir haben Platz - AOS", "Mach's mit Holz - die Tischlerinnung", "Mach was aus dir: Mach was aus anderen - das Friseurhandwerk", "Ihr Experte für alles rund ums Haus, außer für Außerirdische - der Schornsteinfeger": Poppig und auffordernd sind die Slogans, mit denen Unternehmen heute potenzielle Auszubildende ansprechen. Auf der 10. Ausbildungsmesse, die am Mittwoch im Stadeum in Stade stattfand, wurde deutlich: Firmen in der Region konkurrieren um die besten Nachwuchs.

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels zu einer Gesellschaft mit mehr älteren und weniger jungen Menschen hat sich der Lehrstellenmarkt entspannt, und Jugendliche können viele Karrierewege einschlagen.

Die neue, selbstbewusste Lehrlings-Generation hält nicht am erstbesten Angebot fest. Die Schulfreundinnen Jennifer Seifert (17) und Ricarda Mehrkens (18), die die Berufsbildenden Schulen III in Stade besuchen, hatten sich eigentlich schon für eine Ausbildung im Einzelhandel entschieden. Die Messe machte den jungen Frauen aber auch Appetit auf andere Jobs, etwa Busfahrerin beim Verkehrsunternehmen KVG. Mit gerade mal 19 Jahren sitzt Leon Crom am Steuer des Omnibusses. Er absolviert eine Ausbildung zur "Fachkraft im Fahrbetrieb". Den Busführerschein hat er schon. Es folgen Schulungen in der Personalplanung, im Kundenservice und der Organisation des Fuhrparkes.

Tommy Goldau (16) von der Realschule Oldendorf will einen technischen Beruf lernen und danach Maschinenbau studieren. Die Aluminium Oxid Stade (AOS) weckte seine Aufmerksamkeit. Der Azubi zum "Elektroniker für Betriebstechnik", Kai Behnken (21), präsentierte am AOS-Stand das Modell einer Material-Sortiermaschine. Tommy Goldau war begeistert. "Du musst neben Spaß am Messen und Steuern und gute Noten in Mathematik und Physik mitbringen", gab Kai Behnken zu bedenken.
Viele kreative junge Frauen finden Interesse am Floristen-Beruf. Am Stand der Berufsbildenden Schulen weckte Schülerin Lena Dettmann (17) Lust aufs Gestalten. Die Messegäste Jennifer Schröder (17) und Michelle Lorenzen (15) griffen spontan zu Heißklebepistole und Eicheln und bastelten mit Lena herbstliche Dekoration.

Über wachsenden Zulauf an jungen Frauen im Rettungsdienst freut sich Rotkreuz-Lehr-Rettungsassistent Helmut Schermann (45) vom DRK-Kreisverband Stade. Der Beruf wird immer anspruchsvoller: Aus dem Krankenwagenfahrer früherer Jahrzehnte wurde der Rettungsassistent, der sich zum Notfall-Sanitäter entwickelte. Notfall-Sanitäter dürfen unter bestimmten Umständen Maßnahmen durchführen, die Ärzten vorbehalten sind. "Ein spannendes Aufgabenfeld", fand Messebesucherin Jana Schube (28), die mit Helmut Schermannan an einem Dummie das Einführen eines Beatmungsschlauches in die Luftröhre übte.