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Offshore-Windpark Riffgat erhält Netzanschluss

Freileitung in Hollern-Twielenflath. Strom aus dem Windpark "Riffgat" wird mittels dieser und möglicher neuer Leitungen über die Elbe befördert (Foto: lt)

Exportkabel nach knapp einjähriger Verspätung fertig / Vollständige Inbetriebnahme der 30 Anlagen im Frühjahr

tp. Stade/Hollern-Twielenfleth. Deutschlands erster kommerzieller Windpark in der Nordsee, „Riffgat“, ist vor wenigen Tagen an das Stromnetz angeschlossen worden. Die vom regionalen Energieversorger EWE in 14 Monaten Bauzeit errichteten 30 Windenenergieanlagen vor Borkum werden nun Schritt für Schritt in Betrieb genommen. Spätestens in 90 Tagen sollen sich alle Rotoren drehen. Der im Windpark „Riffgat“ erzeugte Strom reicht dann aus, um rund 120.000 Haushalte mit klimafreundlicher Energie zu versorgen.

Wie das WOCHENBLATT berichtete, soll der Strom über die von dem Leitungsbetreiber Tennet geplante, ca. 800 Kilometer lange Freileitungstrasse "Sued-Link" durch mehrere Bundesländer bis nach Bayern befördert werden. Als umstrittenes Nadelöhr der Riesen-Leitung gilt die Elbquerung bei Hollern-Twielenfleth im Alten Land.

Kritische Anwohner vermuten, dass die bereits vorhandenen Srtommasten nicht ausreichen und für die Trasse neue Masten erforderlich werden. Die Gegner warnen vor einer weiteren optischen Beeinträchtigung der Landschaft, vor negativen gesundheitlichen Auswirkungen durch Elektrosmog, und sie befürchten eine Wertminderung ihrer Wohnhäuser und Grundstücke.

Ursprünglich sollte der Netzanschluss bereits im März 2013 vorliegen. Tennet konnte diesen Termin jedoch nicht halten.

Für die EWE ist „Riffgat“ der zweite Offshore-Windpark in der Nordsee: Bereits im Jahr 2010 ging das Offshore-Testfeld „Alpha Ventus“ in Betrieb, an dem das Unternehmen führend beteiligt ist. Die Stader Firma "Areva Wind" hat für „Alpha Ventus“ Windrad-Flügel geliefert.