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Regen zwingt zur Erntepause

Mähdrescher im Einsatz: Im Landkreis Stade ruhen derzeit die schweren Erntefahrzeuge (Foto: Uschi Dreiucker_pixelio.de)

Feuchter Roggen nicht lagerfähig / Landwirte im Kreis Stade hoffen auf zwei Sonnentage

tp. Stade. Aufgrund der heftigen Niederschläge der vergangenen Tage haben die Landwirte im Kreis Stade eine Zwangspause bei der Getreideernte eingelegt. Bevor wieder die Mähdrescher über die Kornfelder rollen, muss Wettergott Petrus den Bauern noch einige Sonnentage bescheren.
Erst rund die Hälfte des Winterroggens sei geerntet worden, so Kreis-Landwirt Johann Knabbe (56). Dann kam der Starkregen, infolge dessen das Korn zu nass wurde. Damit das Getreide lagerfähig ist, darf sein Feuchtigkeitsgehalt nicht mehr als 15 Prozent betragen. "Noch zwei warme, trockene Tage, dann ist auch der Roggen erntereif", so Knabbe.
Noch vor Beginn der Regenphase hatten die Landwirte die Ernte von Raps und Wintergerste beendet.
Auf der Stader Geest ist der Weizen erntereif, im Land Kehdingen hoffen die Bauern noch auf eine Woche Sonne.
Nach Stürmen und Regengüssen waren auf großen Teilen der Kornfelder die Halme abgeknickt. Das hatte laut Johann Knabbe allerdings keine Ertragseinbußen zur Folge. Es erschwerte lediglich die Ernte.
Das beim Dreschen übrig bleibende Stroh nutzen die vielen Rinder- und Pferdehalter aus der Region als Stall-Einstreu.
In vollem Saft seht jetzt der Mais, der aufgrund der Vielzahl von Biogasanlagen zur Hauptanbaufrucht im Landkreis Stade geworden. "Der Mais wächst wie verrückt", sagt Johann Knabbe. Das Riesengras speichert via Photosynthese die noch ausreichenden Sonnenstrahlen in Form Zucker und lagert die Energie, umgewandelt in Stärke, in den Maiskörnern ab.
Der Großteil des in Deutschland geernteten Getreides findet als Futtermittel Verwendung. Für 100 Kilo Roggen bekommen die Landwirte 13 Euro, der Abnahmepreis für Weizen liegt bei 17 Kilo. "Das ist zu wenig", sagt Johann Knabbe. Grund für die angespannte Preissituation sei starker internationaler Konkurrenzdruck.