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Sachstandsbericht zum A20-Tunnel und zur Autofähre Jork-Wedel im IHK-Ausschuss

Ab 2016 könnte eine Autofähre zwischen Jork-Wisch und Wedel pendeln (Foto: Elblinien, Becker Marine Systems)
lt. Stade. Mit dem Thema "Die Querung der Elbe - Konzepte, Planungen, Realisierungen" hat sich am Mittwochnachmittag der IHK-Ausschuss für Häfen und Schifffahrt in Stade beschäftigt. Die Teilnehmer hörten dabei u.a. zwei Vorträge zum Elbtunnel im Zuge der A20 (früher A22) bei Drochtersen sowie zur möglichen Elbfähre Jork-Wedel.
Wie berichtet, plant die Harburger Firma "Becker Marine Systems", rund zwölf bis 15 Mio. Euro in eine Auto-Fährverbindung von Jork-Wisch zum bereits projektierten "BusinessPark Elbufer" in Wedel zu investieren.
Henning Kuhlmann, "Managing Director bei "Becker Marine Systems", hob im IHK-Ausschuss noch einmal die Vorteile für die Region hervor. Bewohner des Alten Landes bekämen durch die neue Autofähre, die in erster Linie für den Berufs- und weniger für den Tourismusverkehr genutzt werden soll, einen größeren Aktionsradius.
Die Lühe-Schulau-Fähre solle in das Konzept mit einbezogen und womöglich auch von Becker Marine Systems übernommen werden. So wolle man ausschließen, dass die bereits bestehende Fährverbindung unter einer neuen Elblinie leide, so Kuhlmann.
Dass sich der Rat der Gemeinde Jork allerdings im Rahmen der Fortschreibung des Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP) bereits vor einigen Wochen gegen die Fährverbindung ausgesprochen hatte, kam nicht zur Sprache.
Fest steht, dass in Jork nach den Osterferien im Bauausschuss noch einmal öffentlich über das Konzept diskutiert werden soll. Das berichtete der Jorker Kämmerer Matthias Riel auf WOCHENBLATT-Nachfrage.

Vom Stand der Planungen des Elbtunnelbaus im Zuge der A20 bei Drochtersen berichtete Hans-Jürgen Haase, Leiter der Straßenbaubehörde in Stade, im IHK-Ausschuss. Um das Projekt so schnell wie möglich realisieren zu können, soll zunächst das Baurecht für den Tunnel geschaffen werden. Die Anschlussstellen an die A26 und die L111 würden zunächst ausgeklammert, so Haase. In einem ergänzenden Verfahren solle dann nicht wie bisher angedacht ein Autobahndreieck, sondern ein Autobahnkreuz geplant werden.
Der neue Elbtunnel wäre mit einer Gesamtlänge von gut 6,5 Kilometern der längste Unterwassertunnel Deutschlands. Haase rechnet mit einer Bauzeit von ca. sechs Jahren, begonnen werden soll auf der schleswig-holsteinischen Elbseite.
Den frühesten möglichen Baubeginn terminierte Haase auf 2016. Die ersten Autos könnten dann voraussichtlich 2023 durch den rd. 1,1 Mrd. Euro teuren Tunnel fahren.

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