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Stader Geschäftsleute pro Parken am "Sande"

Stehen hier laut eigenen Angaben in Vertretung fast aller Geschäftsleute an der Holzstraße, die sich wünschen, dass der "Sande" ein Parkplatz bleibt (v.li.): Sonja Lodetti, Ulrike Gudde, Kai Möller und Anke Filatzek
bc. Stade. Der Tenor unter den Stader Geschäftsleuten ist eindeutig. Sie wollen, dass ihre Kunden weiterhin auf dem Platz "Am Sande" parken dürfen. Doch damit soll nach dem Willen der Stadt am Montag, 9. Februar, Schluss sein. "Etliche Geschäftsleute haben mir gesagt, sie würden sich wünschen, wenn der Platz zum Parken geöffnet bleibt", sagt einer der Fürsprecher, Kai Möller von der "Stadtschänke".

Astrid Hesse von der "Delfin Apotheke" schlägt in die gleiche Kerbe: "Für meine Kunden wäre es ideal, dort zu parken. Der Bürgermeisterin gehen die Argumente aus, warum das zukünftig nicht machbar sein sollte." Das WOCHENBLATT weiß von mehr als zwei Dutzend Unternehmern, die für eine dauerhafte Parkplatz-Freigabe plädieren.

Wie berichtet, will Bürgermeisterin Silvia Nieber den Platz wieder für Veranstaltungen freigeben. Nur im vor- und nachweihnachtlichen Geschäft sollte der wenig attraktive Platz Bürgern als Abstellmöglichkeit für ihren Pkw dienen.

Nur wieviele Veranstaltungen finden dort wirklich statt? Das sind die fixen Termine in 2015: vom 2. bis 16. April Frühjahrsmarkt, vom 8. bis 10. Mai Frühjahrströdelmarkt, vom 16. bis 22. Juni Altstadtfest, vom 8. bis 12. Juli Winzerfest, am 29. August Kindertag, vom 4. bis 6. September Herbsttrödelmarkt, vom 18. September bis 1. Oktober Herbstmarkt und am 17. und 18. Oktober die Autoschau. Macht insgesamt 51 Tage von 264 Tagen bis Anfang November 2015. Danach steht der "Sande" ohnehin wieder als Parkplatz zur Verfügung. Dazwischen ist der Platz an 213 Tagen frei.

Nieber argumentiert so: "Bürgerfreundlichkeit zeichnet sich nach meinem Verständnis dadurch aus, dass ein Parkplatz ein transparentes Angebot für die Bürger darstellt. Es ist den Bürgern nicht zuzumuten, dass sie jedes Mal erst zum Parkplatz hinfahren, sehen dass er geschlossen ist und dann einen anderen Parkplatz suchen müssen."

Für viele Stader Geschäftsleute zieht das Argument nicht. Sie vertrauen auf die Flexibiltät ihrer Kunden: "Das Heiligengeistfeld in Hamburg ist auch mal gesperrt, mal darf dort geparkt werden", sagt Anke Filatzek, Filial-Leiterin eines Schuhgeschäftes.

Die Geschäftswelt hofft auf ein Umdenken bei der Stadt und mehr Verständnis für ihre Belange.