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Vor der Hochzeit steht der Flirt

Sparkassenvorstände Wolfgang Schult (li.) und Michael Senf wollen u.a. das Immobiliengeschäft ausbauen (Foto: sb)
sb. Stade. "Genau genommen führen wir mit der Sparkasse Harburg-Buxtehude noch gar keine Fusionsgespräche", sagt Wolfgang Schult, Vorstand der Sparkasse Stade-Altes Land. "Denn vor Fusionsgesprächen stehen zahlreiche andere Schritte, die zu Fusionsgesprächen führen können."

Im Rahmen der Bilanzpressekonferenz 2016 erklärte Schult, was einer Banken-Ehe so alles vorausgeht. Demnach befinden sich die möglichen Ehepartner derzeit noch in der Flirtphase. Diese begann im Herbst 2016 mit einer Anfrage, ob die Sparkasse Harburg-Buxtehude möglicherweise an einem Zusammenschluss mit der Sparkasse Stade-Altes Land interessiert sei. "Das Okay aus Harburg kam Ende 2016", erinnert sich Schult. Es folgten Vorsondierungsgespräche der Vorstände, bei denen wichtige Zahlen ausgetauscht sowie Vertriebsstrukturen und technische Fragen erörtert wurden. "Diese Phase ist jetzt abgeschlossen und es waren konstruktive und vertrauensvolle Gespräche", resümiert Wolfgang Schult.

Die Ergebnisse dieser Gespräche werden jetzt den Verwaltungsräten der beiden Sparkassen vorgelegt. Diese entscheiden dann, ob die Gespräche fortgeführt werden sollen. Erst dann beginnen die offiziellen Fusionsgespräche der Vorstände und Verwaltungskommissionen. Deren Ergebnisse werden dann den jeweiligen Sparkassenträgern vorgelegt. Erst wenn diese mit dem Erarbeiteten einverstanden sind, werden die Fusionsverträge unterschrieben.

"Unsere Planung ist sportlich. Wenn alles gut läuft, wollen wir die Fusionsverträge noch vor der Sommerpause, also Mitte Juni, unterzeichnen", sagt Schult. Ein Punkt, der noch zur Diskussion steht, ist der Name der neuen Sparkasse. "Das wird auch eine emotionale Entscheidung", sagt er. Der Vorschlag "Süderelbe-Sparkasse" sei bei beiden Seiten auf wenig Begeisterung gestoßen. (sb). "Die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank, die bei Geldanlagen zu einer Null-Prozent-Verzinsung oder sogar zu Negativzinsen geführt hat, macht den Sparer nach wie vor nicht glücklich", sagt Michael Senf, Vorstand der Sparkasse Stade-Altes Land. "Insbesondere langfristige Sparziele wie die Altersvorsorge werden dadurch schwierig." Als Alternativen nennt er Investmentfonds und gestreute Aktienkäufe. "Hier dürfen deutsche Anleger gern etwas mutiger werden", so Senf.


Zufrieden mit dem vergangenen Geschäftsjahr / Immobiliengeschäft boomt

Mit einer Bilanzsumme von 1,79 Milliarden Euro in 2016, das sind 60 Millionen mehr als in 2015, ist die Sparkasse Stade-Altes Land zufrieden. Zurückzuführen ist die Steigerung u.a. auf einen höheren Provisionsüberschuss, straffes Kostenmanagement und erfolgreiche Neu- und Einlagengeschäfte. Hoch war und ist nach wie vor die Nachfrage nach Immobilien, dieser Zweig soll weiter wachsen.
Zufrieden ist Michael Senf auch mit dem überarbeiteten Online-Auftritt des Kreditinstituts. Die Online-Filiale "http://www.sparkasse-stade-altes-land.de" wird derzeit bis zu 370.000 Mal pro Monat besucht.