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Waffe gegen Fischsterben gibt es schon

"Die Oxi-Box" besteht aus einem an Bojen befestigten Rohrsystem. Mit Hilfe einer an Land stehenden Feuerwehrpumpe wird mit Luft angereichertes Wasser in untere Gewässerschichten schichten geleitet (Foto: oh)

"Oxi-Box" belüftet Gewässer / Ähnlichkeit mit "Mammut-Pumpe"

tp. Stade.Luftgebläse als Retter vom Ersticken bedrohter Fische sind offenbar nichts Neues: Nachdem der Stader "Düsetrieb", Diplom-Ingenieur Joachim (73) Schönwälder, kürzlich im WOCHENBLATT seine mit Wasserturbinen bzw. Solarstrom betriebene "Mammut-Pumpe" zur Anreicherung sauerstoffarmer Gewässer mit Umgebungsluft präsentierte, meldet sich jetzt Rainer Kröger (72), Diplom-Ingenieur aus Bliedersdorf, zu Wort: "Warum das Rad neu erfinden, wenn es so eine Anlage schon seit über 20 Jahren gibt?"

Das Gerät heißt "Oxi-Box" und wurde von einer Hamburger Firma erfunden, in der Kröger früher tätig war. Die "Oxi-Box" wird, genau wie Schönwälders "Mammut-Pumpe", an Bojen befestigt. Die Energieversorgung hingegen ist konventionell: "Die Oxi-Box" wird mit einem Schlauch an die Pumpe eines Feuerwehrfahrzeugs angeschlossen. Alternativ kommt eine Unterwasserpumpe zum Einsatz, die über ein Seekabel mit Strom gespeist wird.

Zur Apparatur gehört ein Strahlensystem, dass in rund ca. neun Metern Tiefe mit Sauerstoff angereichertes Wasser ins Gewässer pumpt und laut Kröger einen See in rund drei Tagen komplett durchmischt.

Acht Anlagen wurden verkauft und in einem Tagebau-See, Stausee und in einem Weiher eingesetzt. Vor zehn Jahren wurde die Entwicklungsabteilung der Firma aus Kostengründen aufgelöst. Der Preis je "Oxi-Box" betrug rund 8.000 Euro.

Kröger hat eine Anlage übrig und bietet sie zum Verkauf an. Der Erlös geht an den Verein „Bäuerliches Hauswesen Bliedersdorf", dessen Vorsitzender er ist.

• Kontakt: Tel. 04163-7798, Internet: www.bhbev.de.