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"Wir denken in alle Richtungen"

Die Architekt muss seine Entwürfe für den Neubau möglicherweise überarbeiten (Foto: Grafik: Architekturbüro Buttge)

Nach Trennung von "Burger King": Yildiz-Haus könnte kleiner ausfallen

tp. Stade. Passanten stehen achselzuckend vor der verwaisten Baustelle an der Hökerstraße 38 bis 40 in Stade und fragen: "Wann werden die Arbeiten fortgesetzt?", "Ist dem Bauherren das Geld ausgegangen?" oder "Werden die neuen Häuser überhaupt noch fertig?"

Anlass zu Spekulationen hinsichtlich der hässlichen City-Baulücke, die Stadtgespräch ist, gibt eine mögliche unternehmerische Neuorientierung des Bauherrn und Ex-Franchise-Nehmer von "Burger King", Ergün Yildiz aus Stade. Nachdem sich die Fastfood-Kette von der von Yildiz und seinem russischen Geschäftspartner Alexander Kolobov betriebenen Yi-Ko Holding GmbH trennte, hat der Unternehmer nun offenbar keinen Bedarf mehr an den neuen Büroräumen, sodass das Geschäftshaus kleiner ausfallen könnte.

Ein WOCHENBLATT-Informant aus der Baubranche berichtet, dass Yildiz die ursprünglich für die Holding eingeplanten zwei Büro-Etagen anderweitig nutzen will und dafür bereits Mieter sucht. Angeblich wird der Neubau nun auch ohne Keller geplant. Der mit den Neubauplanungen beauftragte Architekt Assmus Buttge aus Stade verneint das nicht: "Wir denken in alle Richtungen." Die Bauarbeiten sollen in Kürze wieder aufgenommen werden, "sobald die Baufirma über die personellen Kapazitäten verfügt". Nach Buttges Wissen ist das Bauprojekt nicht wegen möglicher finanzieller Engpässe in Gefahr: "Sollte dies der Fall sein, würden wir in der Öffentlichkeit anders mit dem Thema umgehen."

Wie berichtet, nahm das angrenzende Haus mit dem "Merhaba"-Grill beim Abriss der Altbauten auf dem Yildiz-Areal Schaden und galt als einsturzgefährdet. Unterdessen hat Bautechniker Hans-Jürgen Schult mit der Renovierung des Hauses begonnen, neue Wände und Brandschutztechnik eingebaut. Er rechnet damit, dass der Betreiber sein Lokal Mitte Februar wieder eröffnen kann.