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120 Zug-Gäste mussten evakuiert werden

Der Fahrdraht hängt noch auf der Lokomotive, ist aber spannungslos (Foto: Feuerwehr)
bim/nw. Stelle. Schreck in der Abendstunde für die rund 120 Fahrgäste eines Intercity auf der Bahnstrecke Lüneburg und Hamburg: Sie mussten am Freitag gegen 21 Uhr durch die Freiwilligen Feuerwehren aus Stelle und Maschen sowie die Werkfeuerwehr der Deutschen Bahn AG evakuiert werden. In Höhe des Bahnhofs Stelle war die Oberleitung gerissen, hatte sich zwischen Lokomotive und Waggons verhakt und diese sowie einige Fenster beschädigt. Eine Weiterfahrt war nicht mehr möglich.
Da die Zuginsassen für die Beförderung mit Bussen nach Hamburg vorbereitet werden mussten, wurden für eine eventuelle Versorgung und Betreuung die Mitglieder der Schnelleinsatzgruppen (SEG) des DRK und der Johanniter Unfall-Hilfe alarmiert.
Während die Kräfte des Rettungsdienstes sich im Zug nach möglichen Verletzten umschauten, bereitete die Feuerwehr, die mit mehr als 70 Einsatzkräften vor Ort war, die Ausleuchtung der Einsatzstelle vor. Zudem wurde ein extra Korridor für die Zugräumung vorbereitet. Dann konnten die zum Glück alle unverletzten Fahrgäste den Zug verlassen. Ein im Rollstuhl sitzender Fahrgast musste von der Feuerwehr über eine spezielle Rettungsplattform herausgeführt werden.
Für die Feuerwehren endete der Hilfeleistungseinsatz kurz nach Mitternacht. Der beschädigte Zug wurde später in ein Ausbesserungswerk verbracht. Die Bahnstrecke musste für die Ausbesserungsarbeiten an dem gerissenen Fahrdraht gesperrt werden. Die genaue Unfallursache ist ungeklärt, die Bundespolizei hat diesbezüglich die weiteren Ermittlungen übernommen.