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Auf den Hund gekommen

Jäger Philipp Grass führte den Kindern die Arbeitsweise von Jagdhunden vor (Foto: Cherian)
thl. Stelle. „Kindern, die ohne Erlebnisse mit Tiere aufwachsen, fehlen in ihrer Entwicklung existentiell wesentliche Erlebnisse und Erfahrungen.“ Inspiriert von diesem Zitat von Prof. Dr. Reinhold Bergler, Direktor des Psychologischen Instituts der Uni Bonn, hat die DRK-Kindertagesstätte Uhlenhorst ein Hundeprojekt ins Leben gerufen. 25 Kinder hatten im letzten Jahr vor der Schule die Möglichkeit sich intensiv mit dem Thema Hund zu beschäftigen. "Ziel war es, den Kindern Sicherheit und Souveränität im Umgang mit Hunden zu vermitteln. Viele Beißunfälle kommen nur aufgrund von Unwissenheit und Unsicherheit zustande und prägen die Kinder für ihr Leben lang", so Leiterin Elke Cherian.
Um eine möglichst große Vielfalt von Erlebnissen und Erfahrungen zum Begreifen zu bieten, wurde das Projekt in theoretische und praktische Teile aufgegliedert. Cherian: "Begleitet wurden und werden wir in Zukunft von dem Welpen Pippa, dessen Entwicklung wir beobachten und an dem das Gelernte überprüft und beobachtet werden kann."
Vom Ursprung des Hundes und einem Besuch im Wildpark Schwarze Berge mit Wolfsführung hatten die Kinder viele Möglichkeiten sich mit dem Thema Hund in großer Bandbreite auseinander zu setzen. Auch eine Tierarztpraxis und ein Hundefrisör wurden besucht.
Unter dem Oberthema „Hunde bei der Arbeit“ erlebten die Kinder einen besonderen Tag mit dem Jäger Philipp Gras in seinem Revier in Thelsdorf. Die beiden Jagdhunde Max (Weimaraner) und Jo (Irisch Setter) besuchten die Kinder vorab schon mal in der Kita, um sich mit ihnen bekannt zu machen und um im kleinen Rahmen ihr Können zu demonstrieren.
Nach einer Waldrätsel-Schnitzeljagd und dem Ansitzen mit Fernglas auf dem Hochsitz, erlebten die Kinder mit, wie sich der Arbeitstag eines Jagdhundes so gestaltet. Max folgte einer zuvor vom Jäger ausgelegten Schweißspur, zeigte welche „Arbeitskleidung“ er während der Jagd trägt und welche Kommandos für Jagdhunde gelten. Auch Bringehölzer, Geweihteile und ein Reh Fuß konnten intensiv in Augenschein genommen werden. Mit viel neuem Wissen im Gepäck und einer Medaille für die „Wald- und Jagdhund Experten“ wurde dieser Tag dann beendet.
"Für uns und die Gruppe war dieses Projekt ein voller Erfolg und ein toller Abschluss für ein gelungenes Kita-Jahr", so Elke Cherian.