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Bürger genervt: Raser im Wohngebiet

thl. Stelle. "Unsere Wohnstraße ist mittlerweile zu einer Durchgangsstraße mutiert", klagen mehrere Anwohner aus dem Bereich Hoher Weg/Heimstraße in Stelle. "Immer mehr Autofahrer kürzen hierdurch den Weg zum Sportplatz ab. Und dabei wird sehr oft regelrecht gerast." Dadurch entstehe in der Tempo 30-Zone nicht nur jede Menge Lärm, sondern auch eine erhebliche Gefahr für Kinder, Tiere und ältere Menschen. "Wir waren schon bei der Gemeinde und der Polizei vorstellig. Aber die versagen sich gänzlich."
Das will die Steller Gemeindeverwaltung so nicht stehen lassen. "Wir haben mehrfach versteckte Messungen in dem Bereich durchgeführt", sagt Andrea Rasche-Cammann vom Ordnungsamt. Dabei der Anteil der Raser aber nicht sonderlich hoch gewesen. "Im Schnitt passieren sechs Fahrzeuge pro Stunde den Straßenzug. Bei der ersten Messung fuhren 85 Prozent nicht schneller als 39 km/h, bei der zweiten nicht schneller als 42 km/h", erklärt Rasche-Cammann. Laut dem Landkreis Harburg als Straßenverkehrsbehörde könne die Gemeinde in den Straßen Poller aufstellen oder Schwellen aufschrauben, wenn die Erforderlichkeit gesehen wird. "Diese sehen wir aber nicht. Zudem würde dadurch die Lärmbelästigung für die Anwohner steigen, weil die Autos über die Schwellen rumpeln", so Rasche-Cammann. Allerdings will die Gemeinde jetzt eine zeitlang die Geschwindigkeitsanzeiger in den beiden Straßen aufhängen, um die Autofahrer für ihr Tempo zu sensibilisieren.