Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Drei Schafe in Ashausen brutal gerissen

Drei Schafe aus Günter Garbers Herde wurden in Ashausen getötet (Foto: Tanja Grehn)
Treibt in Ashausen ein Wolf sein Unwesen?

as. Ashausen. Eine böse Überraschung erlebte Schäfer Günter Garbers, als er am Mittwochmorgen in Ashausen-Büllhorn nach seinen Schafen sehen wollte: Drei seiner 40 Tiere lagen tot, teilweise zerfetzt, auf der Weide.
Alles deutet auf einen oder mehrere Wölfe als "Täter" hin, der endgültige Beweis durch eine DNA-Analyse steht aber noch aus. Allerdings wurden in Ashausen in letzter Zeit häufiger Wölfe gesichtet. Ein Schaf wurde halb aufgefressen, zwei weitere wurden totgebissen. "Ein Schaf wurde circa 30 Meter weggeschleift. Die Täter müssen große, starke Tiere gewesen sein", ist Günter Garbers überzeugt. Der Tierrechtler ist erschüttert über das Schicksal der Heidschnucken. Er bringt seine Tiere seit Jahren auf diese Weide. Probleme gab es bislang nie. "Wenn ich gewusst hätte, dass ein Wolf hier umherstreift, hätte ich die Herde doch bewacht. Die Tiere sollen bei mir doch ein ruhiges Leben führen, da will ich sie nicht dem Wolf preisgeben!" Er befürchtet, dass der Schaf-Killer zurückkommen könnte und will seine Herde deshalb ab sofort nachts bewachen und gegebenenfalls den Wiederholungstäter mit Autolärm und Scheinwerferlicht verjagen. "Man kann den Tieren das ja nicht vorwerfen, der Wolf hat auch nur Hunger."
Solange das Ergebnis der DNA-Analyse aussteht, möchte sich Wolfsberater Marc Sander vom Verein Naturschutzpark Lüneburger Heide nicht auf einen Wolf als Übeltäter festlegen. Aber man könne in der Region jederzeit und überall mit dem Auftauchen des Wolfes rechnen, so Sander.