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Eine breite Unterstützung erhalten

Überwältigt von der Anteilnahme: Christa und Michael Salm
thl. Stelle. "Wir sind ganz platt, haben damit überhaupt nicht gerechnet", sagen Christa und Michael Salm. Die beiden Kioskbetreiber haben zum Ende vergangenen Jahres ihre Lottoannahmestellen-Lizenz verloren. Begründung der Gewinnspielgesellschaft: Die beiden seien zu alt. Der Vertrag zwischen den Salms und Lotto Niedersachsen ist ausgelaufen und wurde deshalb nicht verlängert.
Sehr zum Ärger vieler Steller Bürger. Unter der Federführung von Ulrike Lockhoff wurde zunächst in der Facebook-Gruppe "Wir in Stelle" eine Welle der Empörung losgetreten. Dann wurde die Aktion "Pro Lotto" ins Leben gerufen. Das Ziel war klar: Die Gesellschaft dazu zu bringen, den Vertrag mit den Salms nachträglich zu verlängern. Innerhalb von vier Wochen haben die Initiatoren rund 1.200 Unterschriften gesammelt, die jetzt an Lotto Niedersachsen übersandt worden sind. Nun wartet man auf eine Reaktion von der Gesellschaft.
25 Jahre alt wäre der Lotto-Treff dieses Jahr geworden. "Wir haben noch versucht, einen jüngeren Nachfolger zu finden oder unser Geschäft zu verkaufen", sagt Michael Salm. Aber Lotto habe nicht mit sich reden lassen. Möglicher Hintergrund: In ganz Niedersachsen werden die Lottoannahmestellen in kleinen Geschäften ausgedünnt. Denn Annahmestellen soll es künftig nur noch als Shop-in-Shop in größeren Supermärkten geben.
"Das akzeptieren wir nicht. Wir lassen uns als freie Bürger nicht aufzwingen, wo wir unseren Lottoschein abzugeben haben", heißt es in dem Begleitschreiben zur Unterschriftensammlung. Und weiter: "Das Geschäft der Salms ist mehr als nur ein Zeitschriften- und Lottotreff. Es ist eine Art soziale Anlaufstelle, in der sowohl Jung als auch Alt stets ein offenes Ohr finden. Zahlreiche Kunden aus Stelle, die in Hamburg arbeiten, geben ihren Schein jetzt in der Hansestadt ab."
Eine Stellungnahme von Lotto Niedersachsen lag bis Redaktionsschluss nicht vor.