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Seit Monaten auf Wohnungssuche

Täglich durchsucht Anke Preuß im Internet die Foren für Vermietungen nach einer Wohnung für sich und ihre Kinder
thl. Winsen. Frustriert sitzt Anke Preuß (38) vor ihrem Laptop. "Wieder keine Wohnung gefunden", sagt sie kurz und schon steigen ihr Tränen in die Augen. Seit Monaten sucht die zweifache alleinerziehende Mutter nach einer neuen Bleibe für sich und ihre beiden Kinder (9 und 13 Jahre alt). Bisher allerdings vergeblich. "Dabei stelle ich keinen großen Ansprüche. Nur drei Zimmer sollten es sein, damit meine beiden ihr eigenes Reich haben", sagt Anke Preuß. Und im Bereich Winsen sollte die Wohnung sein. Denn Preuß übt dort einen 450 Euro-Job aus und ihre Kinder gehen dort zur Schule.
Das Hauptproblem bei der Wohnungssuche sieht Preuß darin, dass sie Geld vom Jobcenter bekommt. "Viele Vermieter sehen uns als Menschen zweiter Klasse und wollen uns nicht in ihren Wohnungen haben", sagt sie. Hinzu kommt, dass in Winsen Sozialwohnungen fehlen. "Ich habe mich sogar an das Amt für Wohnungssicherung gewendet. Dort wurde ich auf eine Warteliste gesetzt - an 300. Stelle", sagt Anke Preuß resignierend.
Dabei drängt es bei den Preuß'. Derzeit lebt Anke mit ihren beiden Kindern bei ihrer Mutter in Stelle. Zu Viert teilen sie sich eine 56 Quadratmeter-Wohnung. Die meisten Spielsachen und auch Möbel sind seit vier Monaten in einer Garage bei Verwandten eingelagert. "Der Vermieter meiner Mutter hat uns bereits unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass wir uns zeitnah etwas Neues suchen sollen", so die zweifache Mutter. "Ich würde ja auch liebend gerne umziehen. Aber wo ich auch vorspreche, ich werde immer nur abgewiesen oder vertröstet und vertröstet, bis ich irgendwann aufgebe, weil ich weiß, dass das eh keinen Sinn macht."
- Wer Anke Preuß helfen kann, meldet sich unter Tel. 0174 - 4894526.