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Endgültiges Aus für Nachbarschaftshaus

Freut sich, dass sein Antrag Erfolg hatte: Peter Ziegler (Foto: archiv)
thl. Stelle. Das Endlos-Thema ist vorbei: Der Rat der Gemeinde Stelle hat in seiner Sitzung jetzt einem Antrag der Gruppe Marwitz/Ziegler mit knapper Mehrheit stattgegeben und das Projekt "Nachbarschaftshaus" beendet.
Das Abstimmungsergebnis kam nicht ganz unerwartet, denn bereits im zuständigen Fachausschuss hatte Antragsteller Peter Ziegler eine knappe Mehrheit für sich gewinnen können. Allerdings hatte der Verwaltungsausschuss die Empfehlung durch eine Patt-Situation wieder gekippt (das WOCHENBLATT berichtete).
"Es gibt schon lange keine Notwendigkeit mehr für ein Nachbarschaftshaus", machte Peter Ziegler vor der Abstimmung noch einmal deutlich. Es gebe Einrichtungen für Kinder, Jugendliche und Senioren. Als Mehrzweckräume könnten die Feuerwehrhäuser, die Schulen und das Steller Schützenhaus genutzt werden. "Auch Gaststätten erfüllen diesen Zweck", so Ziegler weiter, der auch bemängelte, dass die Gemeinde nach vier Jahren Planung weder ein Grundstück noch einen Finanzplan vorlegen könne.
Auch Werner Tasche (Grüne) sprach sich dafür aus, "Geld nur in sinnvolle Dinge" zu investieren und blickte auf einen möglichen Verbindungsbau zwischen Dorfkrug und Gemeindebücherei, der als Treffpunkt genutzt werden könnte.
Die SPD stimmte dem Antrag nicht zu. Man habe erstens Befürchtungen, dass das Projekt dann "für viele Jahre in der Schublade verstaubt", so Fraktionsvorsitzender Bernd Henke. Zudem sei es unfair gegenüber Bürgermeister Uwe Sievers, der ein vehementer Befürworter des Nachbarschaftshauses ist, sich aber jetzt nicht verteidigen könne.
Mit der Entscheidung wird im Gemeindehaushalt eine Summe in Höhe von 17.567 Euro wieder freigegeben, die für Planungszwecke des Projektes eingestellt war. Allerdings muss die Gemeinde zuvor noch eine Architektenrechnung in Höhe von rund 870 Euro begleichen.
Übrigens: Dem neuen Gemeinderat, der im kommenden Jahr gewählt wird, steht es frei, dass Thema Nachbarschaftshaus wieder auf die Tagesordnung zu holen.