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"Entschuldigung oder Rücktritt"

Giftet gegen den Ratsvorsitzenden: Elisabeth Tomm (CDU) (Foto: archiv)
thl. Stelle. Wegen der neuen Entwicklung zur Erweiterung der Biogasanlage ist die CDU auf Zinne und fährt eine verbale Attacke auf den Ratsvorsitzenden Jürgen Neubauer (SPD), der sich in der Fachausschuss vehement für die Aussetzung des Planverfahrens ausgesprochen hat (Bericht siehe oben). Er solle sich entschuldigen oder sein Amt niederlegen.
"Wir können es nicht hinnehmen, dass Herr Neubauer das Amt des Ratsvorsitzenden in unwürdiger Weise für seinen persönlichen Ehrgeiz als vermeintlicher 'Wasserapostel' missbraucht", so CDU-Fraktionsvorsitzende Elisabeth Tomm. Er habe im laufendem Verfahren die Arbeit der eigenen Verwaltung, von sämtlichen Wasserschutzbehörden und auch von Gutachtern in Frage gestellt, indem er wiederholt behauptet habe, diese würde nicht zuverlässig arbeiten und Informationen unterschlagen. Außerdem habe er ohne nachweisbaren Grund eine Kommunalaufsichtsbeschwerde wegen angeblich fehlerhafter Amtsführung gegen unseren gemeinsamen Bürgermeister an oberster Stelle eingereicht.
"Was uns aber als besonders verwerflich erscheint, ist die Tatsache, dass Neubauer die genannten Landwirte, Bürger unserer eigenen Gemeinde, bei der Landwirtschaftskammer klammheimlich denunziert hat, indem er unterstellte, sie hätten ihre Äcker so überdüngt, dass das Grundwasser gefährdet sei", sagt Tomm. Die Fachleute seien gleich mit zehn Leuten angerückt, gefunden hätten sie aber nichts. "Was hat ihn gehindert, die Landwirte direkt auf seinen Verdacht anzusprechen?", fragt die CDU-Chefin.
Dieses Verhalten wolle die CDU nicht tolerieren, deswegen sei eine öffentliche Entschuldigung gegenüber der Landwirte das Mindeste. Ansonsten könne es keine kollegiale Zusammenarbeit im Rat mehr geben, so Tomm.
Jürgen Neubauer zeigt sich von der Attacke der CDU überrascht, wollte aber auf Nachfrage vorerst keine Stellungnahme abgeben.