Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

"Kein Paradies-Vorgarten"

Derzeit soll das Nachbarschaftshaus auf dem Dorfkrug-Areal gebaut werden
thl. Stelle. Die Diskussion um das Nachbarschaftshaus in Stelle geht weiter - und auch der Widerstand gegen die jetzige Planung. "Die Vorstellung der Machbarkeitsstudie war der Tag der Wahrheit", sagt Wolfgang Spaude (CDU), Vorsitzender des Finanzausschusses. "Für mich jetzt fest, dass die Planung von mir ein klares Nein bekommt. Das Ding ist für Stelle eine Nummer zu groß."
Spaude stört sich vor allem an den zu erwartenden Baukosten von etwa drei Millionen Euro sowie den Folgekosten im fünfstelligen Eurobereich pro Jahr. "Es ist zwar gut und schön, dass unser Haushalt einen Überschuss von rund 180.000 Euro aufweist. Das bedeutet aber nicht, dass wir hier im Vorgarten zum Paradies sind", so Spaude. Zumal die Planung nicht auf einem politischen Antrag beruhe. Vielmehr sei das Gebäude von Bürgermeister Uwe Sievers nach dessen Wahl ins Spiel gebracht worden.
Doch nicht nur die Kosten sind ein Knackpunkt, auch der geplante Standort auf dem Areal des "Dorfkrug" stößt einigen sauer auf. So hat die Gruppe FDP/Die Linke/Ziegler die vorübergehende Einstellung der Planung beantragt, bis ein geeigneter Standort gefunden sei. Begründung: Die Machbarkeitsstudie habe ergeben, dass am Standort "Dorfkrug" keine praktikable Lösung zu einem vertretbaren Preis/Leistungsverhältnis möglich sei.
Ebenfalls gegen den geplanten Standort spricht sich Riet Hirschleber vom Verein "Senioren miteinander" aus. "Wir freuen uns, wenn ein Nachbarschaftshaus gebaut wird. Aber nicht auf dem 'Dorfkrug'-Areal", so Hirschleber, die vergangene Woche vom WOCHENBLATT falsch zitiert worden war, als es hieß, sie spreche sich komplett gegen eine solche Einrichtung aus.
Mittlerweile merkt auch die Verwaltung, dass der Widerstand gegen das Haus doch sehr groß ist. Auf ihrer Homepage www.gemeinde-stelle.de hat sie eine Übersicht über die bisherige Planung und Diskussion eingestellt. Zudem verspricht Uwe Sievers dort: "Sollte sich der Rat entschließen, die Planung fortzuführen, werde ich vorschlagen, die Bürger möglichst umfangreich zu beteiligen."
Aber genau das hatte die Gemeinde doch angeblich schon getan und daraufhin die Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.