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Killte ein Käfer die Bäume?

thl. Stelle. "Was hier passiert ist, empört die Gemüter", sagt Dieter Lemmermann, Fraktionsvorsitzender der BIGS im Steller Gemeinderat. "Da macht der Bauhof mit Kettensägen Tabularasa und holzt einen ganzen Wald nieder. Und wir als Politiker erfahren erst im Nachhinein und dann auch nur durch viel Hartnäckigkeit davon."
Was ist passiert? Die Mitglieder des Sport- und Kulturausschusses hatten sich im Freibad getroffen, um sich vor Ort über die anstehenden Umbaumaßnahmen zu informieren. Dabei stellten sie fest, dass das kleine Wäldchen im hinteren Freibadgelände komplett abgeholzt worden war. "Wir haben die Verwaltungsvertreter sofort darauf angesprochen", so Lemmermann. Doch man habe nur ausweichende Antworten bekommen. Erst als er einen Tag später telefonisch nachhakte, habe Lemmermann folgende Begründung erhalten: "Im Oktober 2013 ist ein morscher Baum beim Sturm umgekippt. Der Umweltbeauftragte der Gemeinde hat sich daraufhin den gesamten Baumbestand angeguckt und festgestellt, dass dieser durch einen 'waldkillenden' Käfer befallen war. Deswegen musste die Bäume gefällt werden."
"Das ist ein echtes Unding", regt sich Lemmermann auf. "Kann ein einzelner Mitarbeiter so eine Fällaktion einfach anordnen?" Zudem fragt sich der BIGS-Chef, warum der Rat nicht über diese Aktion, die übrigens erst vier Monate nach dem Sturm durchgeführt wurde, informiert wurde. "Als es vor etwa zwei Jahren um die Fällung von zwei Linden in Ashausen ging, wurde die Aktion in zwei Ausschusssitzungen vorgestellt und beraten", so Lemmermann weiter.
Den Fraktionsvorsitzenden der BIGS interessiert außerdem, wo das Holz geblieben ist: "Auf dem Bauhof befinden sich lediglich ein paar dünne Stämme und der Bruchbaum." Angeblich, so Lemmermanns Ausführung, habe die Gemeinde gesagt, man könne sich nicht mehr daran erinnern, wo das Holz geblieben sei. "Da muss sich die Verwaltung die Frage gefallen lassen, wann sie sich erinnern will und wann nicht", sagt Lemmermann.