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Möglicher Supermarkt in Ashausen: Projekt in weiter Ferne

Auf dieser Fläche am Ortseingang will Jörg Schröder gerne einen Supermarkt bauen, wird aber immer wieder hingehalten (Foto: archiv)
thl. Ashausen. Der K(r)ampf um einen Nahversorger in Ashausen geht weiter. Und ein Ende ist noch lange nicht absehbar.
Wie das WOCHENBLATT berichtete, wollte im Jahr 2014 der Heimatverein zunächst einen genossenschaftlichen Dorfladen etablieren. Das Projekt scheiterte jedoch, noch bevor es richtig angefangen hatte. Parallel dazu bekundete der Winsener Investor Jörg Schröder sein Interesse zum Bau eines Supermarktes am Ortseingang an der Scharmbecker Straße. Seitdem eiert die Gemeinde mit Thema herum. Erst ließ sie einem örtlichen Landwirt über Monate Zeit, einen Dorfladen in einem seiner Liegenschaften planen und verlängerte verstrichene Fristen immer wieder, dann sprang plötzlich ein zweiter Planer mit ins Boot und wollte einen Edeka auf der grünen Wiese zwischen Ashausen und Scharmbeck errichten. Doch dafür kassierte er vom Landkreis Harburg eine Absage, weil die Planung nicht mit dem Raumordnungsprogramm konform war. Also freie Bahn für Schröder? Immerhin forderte die Gemeinde von ihm eine Verträglichkeitsstudie.
Dennoch müssen die Ashausener Bürger weiter auf eine umfangreiche Nahversorgung warten. Das Verträglichkeitsgutachten liegt zwar und zeigt ein positives Ergebnis. Trotzdem bedeutet noch lange kein grünes Licht für Investor Jörg Schröder. Eher rutscht die Umsetzung wieder in weite Ferne. Man werde sich jetzt mit dem Gutachten auseinandersetzen, heißt es aus dem Rathaus. Dabei müssten auch nochmals andere mögliche Standorte gesucht und geprüft werden. Und weiter: Anschließend werde man das Thema in der Politik einbringen. Wann das sein wird, stehe aber noch nicht fest, da sich die neue Bauleitplanerin der Gemeinde auch erst einmal in das Thema einarbeiten müsse.
Ob die Bürger und vor allem der Investor für so eine "unendliche Geschichte" Verständnis haben, danach wird nicht gefragt.