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Nachbarschaftshaus Stelle: Alternativen sollen her

Rund drei Dutzend Bürger hörten sich die Diskussion um das Nachbarschaftshaus an

Politik einig: Projekt auf Dorfkrug-Areal nicht finanzierbar / Planungen laufen trotzdem weiter

thl. Stelle. Die Politiker der Gemeinde Stelle wollen weiter an den Planungen für ein Nachbarschaftshaus festhalten. Für 2014 werden deswegen 20.000 Euro in den Haushalt eingestellt. Dafür hat der Kultur-, Sozial- und Sportausschuss am Montagabend mehrheitlich gegen die Stimmen der Grünen und der Gruppe FDP/Die Linke/Ziegler plädiert. Damit wurde auch ein Antrag der Gruppe auf Einstellung der Planungen abgelehnt. Ratsherr Uwe Marwitz (FDP), der unter den Zuhörern saß, machte seinem Unmut darüber Luft, verließ nach der Entscheidung den Saal und knallte dabei lautstark mit der Tür.
Dass das Nachbarschaftshaus allerdings wie bisher geplant auf dem Gelände des Dorfkruges realisiert wird, ist derzeit nicht mehr denkbar. Grund sind die hohen Investitionskosten von rund drei Millionen Euro, die den Politikern fraktionsübergreifend "schlicht zu teuer sind". Zudem sei der Bau dort nicht praktikabel, weil er zweigeschossig gebaut werden müsse, so CDU-Ratsherr Wolfgang Spaude. Das Haus müsse aber ebenerdig sein. Im Rahmen der weiteren Planungen sollen nun Standortalternativen gesucht und geprüft werden.
Marina Lemmermann (BIGS) wies darauf hin, dass man die Planung bräuchte, um auch ein Konzept zu erstellen. "Ist dieses fertig und wir kommen zu dem Schluss, dass die 11.000 Steller Bürger das Haus doch gar nicht haben wollen, können wir die Idee immer noch begraben", so die Ratsfrau. Und Bürgermeister Uwe Sievers machte deutlich, dass es nicht darum gehe, die nächste Stufe bei der Dorfkrug-Planung zu erreichen.
• Mit einem Blumenstrauß und einem kleinen Präsent wurde Helga Ohl (81) als Beisitzerin aus dem Ausschuss verabschiedet. Ohl war fast 14 Jahre als Vertreterin des Kreisseniorenbeirates beratendes Mitglied ohne Stimmrecht. Trotzdem hatte ihre Stimme im Ausschuss immer Gewicht.