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Neuer Ärger um Biogasanlage

thl. Stelle. Zu einer Einwohnerversammlung lädt die Gemeinde Stelle am Montag, 13. Mai, um 19 Uhr in das Feuerwehrhaus an der Uhlenhorst ein. Thema ist die geplante Erweiterung der Biogasanlage an der Lohchaussee. Die Betreiber Heiko Rehwinkel und Peter Meyer stellen ihre Planung vor und informieren über die zu erwartenden Auswirkungen.
Einberufen wurde die Veranstaltung auf Antrag von SPD, BIGS und Grünen. Grund: Man wolle die Stimmung in der Bevölkerung testen. Denn: Bereits vor dem Bau der jetzigen Anlage gab es einen jahrelangen Widerstand der Anwohner, der erst abebbte, als klar wurde, dass es sich bei der Anlage um ein privilegiertes Projekt handelte.
Und genau diesen Widerstand befürchten die Parteien jetzt auch. Mit gutem Grund: Es werden bereits Stimmen laut, die von einer "Vermaisung" der Gegend und einer Erweiterung durch die Hintertür sprechen. Die Betreiber der Anlage begründen ihr Vorhaben allerdings mit diversen Gesetzesänderungen in den Bereichen Erneuerbare Energien und Düngemittelverordnung sowie mit Nachfragen von Bürgern nach regenerativer Wärmeversorgung. Deshalb soll u.a. auch ein drittes Blockheizkraftwerk gebaut werden, das ein Gewerbegebiet oder einen Bereich in der Steller Ortsmitte versorgen soll. Daneben weisen Meyer und Rehwinkel darauf hin, dass es künftig bis zu 250 Fahrten weniger pro Jahr in der Umgebung der Anlage geben werde, weil die angelieferten nachwachsenden Rohstoffe vor Ort benötigt würden und nicht mehr - wie bisher - an andere Standorte verkauft werden müssen.