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Steller Gemeinderat: Die Linke wechselt zur SPD

Manfred Leschinski hat die Gruppe gewechselt (Foto: archiv)
thl. Stelle. Paukenschlag im Steller Gemeinderat! Völlig unerwartet hat Ratsherr Manfred Leschinski (Die Linke) die Gruppe FDP/Die Linke/Ziegler verlassen und sich der SPD angeschlossen. In der kommenden Ratssitzung am Mittwoch, 11. Dezember, soll der Gruppenwechsel und die daraus resultierende Umbesetzung der Ausschüsse offiziell beschlossen werden.
"Ich habe schon lange über einen Wechsel nachgedacht", so Manfred Leschinski. "Immerhin nähern sich die SPD und Die Linken auf Bundesebene auch immer mehr an. Und ich verspreche mir einfach bessere Perspektiven, um meine Politik durchzusetzen." Immerhin lägen er und die SPD nah zusammen.
Peter Ziegler ist von Leschinskis Schritt enttäuscht und fühlt sich verraten. "Wir haben vor drei Wochen noch zusammengesessen und unsere politischen Ziele für die nächsten drei Jahre abgesteckt", so der Ratsherr. Da habe Leschinski nicht ein Wort über seine Pläne verloren, obwohl der Wechsel offensichtlich schon von langer Hand geplant gewesen sei. "Jetzt ist eine Fraktion ohne Gesicht noch gesichtsloser geworden", klagt Ziegler und vermutet: "Die SPD muss ihm schon Außergewöhnliches geboten haben, um diesen Schritt zu gehen."
Dieses Außergewöhnliche scheint ein Sitz im Verwaltungsausschuss zu sein, den Manfred Leschinski jetzt bekommen soll. Es ist ein offenes Geheimnis, dass er schon lange damit gehadert hat, nicht in diesem wichtigen Gremium zu sitzen. "Es ging mir nicht allein um den Sitz, aber ich habe dafür meine jahrelange politische Erfahrung in die Waagschale geworfen", so der Linken-Politiker.
Wird die neue Gruppenbildung so beschlossen, haben CDU und SPD/Linke künftig jeweils zwei Sitze im VA. Grüne und BIGS kommen jeweils auf einen Sitz. Die Gruppe FDP/Ziegler erhält ein Grundmandat ohne Stimmrecht. Ob es dabei bleibt, ist allerdings fraglich. Denn Insider berichten, dass die Gruppe FDP/Ziegler bereits Gespräche mit den Grünen und der BIGS wegen einer möglichen Gruppenbildung führen soll. Offiziell bestätigen will das aber (bisher) noch niemand. Sollte es aber zu einer entsprechenden Gruppenbildung kommen, wäre die Gruppe SPD/Die Linke am Ende im Gemeinderat der große Verlierer. Denn die neue Gruppierung würde genau wie die CDU auf zehn Sitze kommen, während die SPD/Die Linke mit acht Sitzen die schwächste Gruppe wäre.