Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Wird Ratsbeschluss gekippt?

Der AWO-Hort soll eigentlich komplett in die Grundschule umziehen. Ob das klappt, ist derzeit fraglich
thl. Stelle. Wird in der Gemeinde Stelle ein einstimmiger Ratsbeschluss aus dem vergangenen Jahr gekippt. Danach sieht es derzeit jedenfalls aus. Voraussetzung: CDU, BIGS und Grüne setzen sich mit ihren jetzigen Vorstellungen durch.
Im vergangenen Jahr beschloss das Gremium, dass der AWO-Hort zum Schuljahr 2014/2015 umzieht und unter dem Dach der Grundschule am Büllerberg seine neue Heimat findet. Das soll jetzt plötzlich zunächst nur noch in abgespeckter Form realisiert werden, mit einer Option auf Erweiterung. Grund sind nach Meinung von Bürgermeister Uwe Sievers Planungsunsicherheiten, weil die Grundschule ab dem Schuljahr auch als offene Ganztagsschule geführt wird. Dadurch gebe es einen Schwenk von der jetzt dreitägigen auf eine fünftägige offene Ganztagsbetreuung. Hinzu komme, dass noch niemand die Auswirkungen der von der Landesregierung angekündigten Änderungen der Rahmenbedingungen für die Ganztagsschule haben werden. Sievers könne nicht ausschließen, dass die Ganztagsschule künftig kein freiwillig zu nutzendes sondern ein verpflichtendes Angebot sei.
Um nicht ins offene Messer zu laufen, wolle man die Entwicklung abwarten und erst einmal nur einen Zwei-Gruppen-Hort für rund 150.000 Euro bauen. Dieser Bauabschnitt könne schon den Sommerferien verwirklicht werden. Sollte sich anschließend herausstellen, dass die Anmeldezahlen doch für eine dritte Gruppe ausreichend sind, könne ein weiterer Anbau erfolgen, so Sievers weiter. Einziger Nachteil sei da, dass der Hort vorübergehend auf einen Bewegungsraum verzichten muss.
Schulleiterin Isabel Dalecki-Kröger war alles andere als erfreut über die neue Richtung: "Der Antrag zur offenen Ganztagsschule ist aufgrund des Hortangebotes entstanden. Denn was der Hort darstellt, ist unser Ganztag." Sollte jetzt abgespeckt werden, beginne sich das Rad neu zu drehen.