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Biogas-Erweiterung vorerst geplatzt

Ob die Biogasanlage jemals erweitert wird, steht derzeit in den Sternen
thl. Stelle. Paukenschlag in der Gemeinde Stelle: Aufgrund eines entsprechenden SPD-Antrages haben die Mitglieder des Ausschusses für Ortsentwicklung, Energie und Wirtschaftsförderung jetzt mehrheitlich das Verfahren um die geplante Erweiterung der Biogasanlage an der Lohchaussee ausgesetzt. Grund: Es solle bis Ende Oktober ein Nachweis vorgelegt werden, dass das Grundwasser im Wasserschutzgebiet nicht durch hohe Nitratbelastungen aufgrund von Gärresten aus der Anlage gefährdet wird.
Ein gleiches Abstimmungsergebnis wurde für den nicht-öffentlichen Verwaltungsausschuss am Montag bzw. wird für die Sitzung des Gemeinderates am Mittwoch, 7. Mai, erwartet.
Diese unerwartete Wendung verschlug nicht nur den beiden Anlagen-Betreibern Peter Meyer und Heiko Rehwinkel die Sprache. Auch die CDU-Mitglieder sowie Bürgermeister Uwe Sievers bekamen den Mund kaum zu.
Sievers sorgt sich vor allem darum, dass sich die Gemeinde durch diesen Beschluss angesichts des bisherigen Verfahrensablaufes gegenüber den Landwirten möglicherweise schadensersatzpflichtig gemacht hat. Der Bürgermeister kündigte eine rechtliche Überprüfung des Beschlusses und unter Umständen die Einlegung seines Vetos an.
Was den Befürworten des Projektes besonders sauer aufstieß, war die Tatsache, dass die SPD den Antrag erst am Morgen des Sitzungstages im Rathaus einreichte. Da half auch der Vorschlag der Gemeinde wenig, die Untersuchungen durchzuführen, allerdings unabhängig vom Bauleitverfahren für die Biogasanlage. Das Projekt sei durch den Aufschub nicht gestorben, hieß es. Und eine sechsmonatige Verzögerung sei die Anlagenbetreiber schon nicht so schlimm.