Elbvertiefung

1 Bild

Ausgleichsflächen zur Elbvertiefung: Hamburg sucht nicht im Landkreis

Björn Carstens
Björn Carstens | am 02.06.2017

(bc). Fast vier Monate nach dem Urteil zur umstrittenen Elbvertiefung liegt die Abschrift nun vor. Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch versprühte umgehend Optimismus: „Die Fahrrinnen-Anpassung wird kommen“, verkündete er. Das Bundesverwaltungsgericht habe nur relativ wenige Kritikpunkte geäußert, mit denen sich die Verwaltungen Hamburgs und des Bundes schon länger intensiv auseinandersetzen. Dass die Elbvertiefung...

1 Bild

Landrat Roesberg: "Hamburg muss in die Puschen kommen"

Björn Carstens
Björn Carstens | am 24.02.2017

Landrat Michael Roesberg spricht im WOCHENBLATT-Interview über die Elbvertiefung, bezahlbaren Wohnraum, A26 und Integrationsmaßnahmen bc. Stade. Elbvertiefung, bezahlbarer Wohnraum, Straßensanierungen - wichtige Themen stehen im Kreishaus auf der Tagesordnung: Landrat Michael Roesberg nimmt sich Zeit für ein umfassendes Interview mit dem WOCHENBLATT. WOCHENBLATT: Angesichts der neuerlichen Schlappe vor Gericht: Ist die...

Elbvertiefung: Gegner melden sich zu Wort

Björn Carstens
Björn Carstens | am 21.02.2017

(bc). Nach der Grundsatzentscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes pro Elbvertiefung (das WOCHENBLATT berichtete) haben sich nun die Gegner zu Wort gemeldet. Sie stellen die Frage: Ist die Planung überholt? Den Bürgerinitiativen „Regionales Bündnis gegen Elbvertiefung“ und „Hamburg für die Elbe“ sind ihrer Ansicht nach „erstaunliche Reserven für Tiefgang und Ladung“ bei der Auswertung der Schiffsstatistik des...

1 Bild

Binnenelbe als Ausgleichsfläche: "Das können wir nicht hinnehmen"

Björn Carstens
Björn Carstens | am 17.02.2017

(bc). Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hat am Mittwoch in einer Regierungserklärung klar gemacht, dass die Elbvertiefung definitiv komme werde. Das würde dann aber auch bedeuten, dass Hamburg und der Bund gemäß des jüngsten Urteils des Bundesverwaltungsgerichtes (das WOCHENBLATT berichtete) bei der Ausweisung von Ausgleichsflächen nochmals nachbessern müssen. Dazu braucht Hamburg nicht nur die Hilfe...

3 Bilder

Elbvertiefung: Es darf noch nicht gebaggert werden

Tom Kreib
Tom Kreib | am 10.02.2017

Bundesverwaltungsgericht hält Planfeststellungsbeschluss teilweise für rechtswidrig tk. Landkreis. Der Schierlings-Wasserfenchel erreicht eine stattliche Höhe von bis zu zwei Metern und kommt nur im Gebiet der Tideelbe vor. Diese vom Aussterben bedrohte Wasserpflanze stoppt vorerst die Elbvertiefung. Auch die zum Ausgleich geplanten Maßnahmen sind nicht ausreichend, meint das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Es hat...

1 Bild

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts: Elbvertiefung kommt (vorerst) nicht

Tom Kreib
Tom Kreib | am 09.02.2017

tk. Landkreis. Die Elbvertiefung wird vorerst nicht kommen. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am Donnerstagmittag den Planfeststellungsbeschluss in Teilen für rechtswidrig und damit derzeit für nicht vollziehbar erklärt. Das ist ein klarer Punktsieg für die Gegner der von Hamburg und dem Bund forcierten Ausbaumaßnahme. Es ist der nur an der Elbe vorkommende und vom Aussterben bedrohte Schierlings-Wasserfenchel, der...

1 Bild

Elbvertiefung: Bund und Hamburg müssen nachbessern

Björn Carstens
Björn Carstens | am 22.12.2016

(bc). Drei Tage verhandelten die Richter am Leipziger Bundesverwaltungsgericht in dieser Woche über die geplante Elbvertiefung. Ein konkretes Ergebnis lässt sich noch nicht verkünden. Was man aber sagen kann: Nach den Ausführungen des Gerichts müssen die Planer der Fahrrinnen-Anpassung, also der Bund und die Stadt Hamburg, mehr Rücksicht auf den Umweltschutz nehmen. Wie berichtet, klagen die Umweltverbände BUND, Nabu und...

1 Bild

Elbvertiefung: Ergänzende Unterlagen vorgelegt

Björn Carstens
Björn Carstens | am 29.03.2016

(bc). Der Bund und die Hansestadt Hamburg haben dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig in der vergangenen Woche die verlangten ergänzenden Unterlagen im Zusammenhang mit der geplanten Elbvertiefung vorgelegt. „Auf der Grundlage umfangreicher Gutachten konnten alle Fragestellungen des Bundesverwaltungsgerichts beantwortet werden“, heißt es in einer Pressemitteilung der Hamburger Wirtschaftsbehörde. In dem mehr als 200...

2 Bilder

Mega-Frachter: Immer größer bringt nichts

Björn Carstens
Björn Carstens | am 18.03.2016

(bc). Immer größer, immer mehr Container: Die Mega-Frachter dieser Welt nehmen eine Dimension an, deren Wirtschaftlichkeit zunehmend in Frage gestellt wird. Fernöstliche Werften bauen mittlerweile Schiffe mit Platz für mehr als 21.000 Standardcontainer (TEU), obwohl nachweislich die Kostenvorteile pro Container mit wachsender Schiffsgröße abnehmen, wie eine Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und...

1 Bild

Havarie der "Indian Ocean": Politik in Hannover schaltet sich ein

Tom Kreib
Tom Kreib | am 13.02.2016

tk. Landkreis. Die Havarie des Container-Giganten "Indian Ocean" auf der Elbe wird im Landtag in Hannover ein politisches Nachspiel haben. SPD und Grüne wollen das Thema im Unterausschuss für Häfen und Schifffahrt diskutieren. Susanne Menge, Sprecherin der Landtagsfraktion der Grünen für maritime Themen: "Wir müssen Unfälle wie diesen nutzen, die politische Auseinandersertzung zu führen. Die Elbvertiefung ist keine...

Frachter nutzen Tiefgang nicht aus

Björn Carstens
Björn Carstens | am 15.01.2016

(bc). Nach Einschätzung des NABU schwächelt der Hamburger Hafen vornehmlich wegen geopolitischer und weltwirtschaftlicher Bedingungen sowie mangelnder Vorausschau bei infrastruktureller Instandhaltung. Es gebe keinen Zusammenhang zur geplanten Elbvertiefung, so der Umweltverband. Auch 2015 habe wieder bewiesen, dass aktuell mögliche Tiefgänge vor allem von Mega-Containerschiffen überhaupt nicht ausgenutzt wurden. „In...

1 Bild

Elbvertiefung: Entscheidung zieht sich wie Kaugummi

Björn Carstens
Björn Carstens | am 08.01.2016

(bc). Die geplante Elbvertiefung bleibt auch im neuen Jahr ein Dauerbrenner. Bund und Hamburg haben an den Planunterlagen gefeilt, die klagenden Umweltverbände haben kürzlich ihre Stellungnahmen dazu abgegeben. Ist ein Planergänzungsbeschluss erlassen, haben die Verbände die Chance, ihre Klage anzupassen. Dann liegt der Ball wieder beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. NABU, BUND und WWF rechnen nicht mit einer...

Pläne zur Elbvertiefung: Umweltaktivisten sehen Verstöße gegen Gewässerschutz

Thorsten Penz
Thorsten Penz | am 21.12.2015

(tp). Die Planergänzungsunterlagen zur Elbvertiefung, die den Naturschutzverbänden zur Stellungnahme vorgelegt wurden, sind aus Sicht der Verbände weder fachlich noch formal geeignet, wesentliche Kritikpunkte des Bundesverwaltungsgerichts aus dem Weg zu räumen. In seinem Hinweisbeschluss vom Oktober 2014 hatte das Gericht das Verfahren bis zu einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union zur Weservertiefung...

3 Bilder

Elbvertiefung: Unsinn oder zwingend nötig?

Björn Carstens
Björn Carstens | am 08.08.2015

(bc). Die geplante neunte Elbvertiefung beschäftigt die Menschen in der Region seit Jahren. Gegner beharren auf ihrem Standpunkt: Eine weitere Fahrrinnen-Anpassung sei nicht umweltverträglich, Befürworter halten dagegen: Das überwiegende öffentliche Interesse begründe das Mega-Projekt. Der Europäische Gerichtshof hat jüngst in einem Urteil deutlich gemacht, dass Bauvorhaben, die zur Verschlechterung des Gewässerzustandes...

2 Bilder

BUND: "Kohle hat keine Zukunft"

Björn Carstens
Björn Carstens | am 31.07.2015

bc. Stade. Er ist derzeit das letzte noch geplante Kohlekraftwerk in Deutschland, der Dow-Meiler auf dem Gelände der Chemiefabrik in Stade-Bützfleth. Am Mittwoch machte sich Hubert Weiger, Bundesvorsitzender des Umweltschutzverbandes BUND, in einem Gespräch vor Ort ein Bild von den Absichten des Konzern. Hinterher sagte er in einem Pressegespräch: „Wir fordern das Unternehmen auf, die Planungen zu überdenken. Kohle hat keine...

1 Bild

Elbvertiefung: Ein "Weiter so" kann es nicht geben

Björn Carstens
Björn Carstens | am 03.07.2015

(bc). Es ist ein Urteil im Sinne des Umweltschutzes. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am Mittwoch deutlich gemacht, dass Bauvorhaben, die zur Verschlechterung des Gewässerzustandes führen, nicht genehmigt werden dürfen. Für die von Bund und Hamburg geplante Elbvertiefung heißt das: Die Hürden werden höher. Ein „Weiter so“ kann es nicht geben. Anlass für das Verfahren war eine Klage von Umweltschützern gegen die...

1 Bild

Sind "dicke Pötte" nicht mehr sinnvoll?

Tom Kreib
Tom Kreib | am 07.06.2015

tk. Hamburg. Den Befürwortern der geplanten Elbvertiefung dürfte diese Studie nicht passen: Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) stellt in einer Studie die Wirtschaftlichkeit von immer größeren Containerschiffen in Frage. Kosteneinsparungen würden sich nicht druch größere Schiffe, sondern durch sparsamere Motoren ergeben. Diese Studie wurde auf der Internationalen Hafenkonferenz, die...

1 Bild

Informationsveranstaltung zu Havariegefahren auf der Elbe

Björn Carstens
Björn Carstens | am 05.05.2015

Otterndorf: Seelandhallen | (bc). Der Verkehr großer Containerschiffe auf der Elbe hat erheblich zugenommen. Im Gegensatz zur Flusstiefe ist die Fahrrinnenbreite jedoch unverändert geblieben: Sie beträgt nach Angaben des Regionalen Bündnisses gegen die Elbvertiefung bis Glückstadt 400 Meter, weiter elbaufwärts bis zur Lühemündung 300 Meter und bis zum Hamburger Hafen nur noch 250 Meter. Mittlerweile fahren aber Schiffe auf der Elbe mit einer Länge...

Elbe: Giganten passen nicht nebeneinander

Björn Carstens
Björn Carstens | am 18.04.2015

(bc). Der Trend zu immer größeren Containerschiffen mit einer Kapazität von rund 20.000 Standardcontainern hält an. Das bestätigte der Terminalbetreiber Eurogate auf seiner Jahrespressekonferenz vor wenigen Tagen. Die 400 Meter langen und 60 Meter breiten Pötte stellen die Hafen-Unternehmer vor schwierige Aufgaben. Zwei Schiffe dieses Kalibers passen nicht nebeneinander in die Elbe. Das führe zu Begegnungsverboten und demnach...

1 Bild

„Elbvertiefung ist nicht nötig“

Björn Carstens
Björn Carstens | am 10.02.2015

bc. Altes Land. Wozu eine Elbvertiefung, wenn die Tiefgangsreserven auf der Elbe noch gar nicht ausgereizt sind? Diese Frage stellt das Regionale Bündnis gegen die Elbvertiefung und sein Sprecher Walter Rademacher. Am Freitag haben die Gegner der Fahrrinnen-Anpassung die Daten aus dem Jahr 2014 vorgelegt. Dabei wird für jedes Schiff der mögliche Tiefgang bei den aktuellen Fahrwasserverhältnissen ermittelt. Durch Abzug des...

Elbvertiefung: Gericht vertagt Entscheidung

Aenne Templin
Aenne Templin | am 02.10.2014

(at). Das Bundesverfassungsgerichts in Leipzig vertagt die Entscheidung zur geplanten Elbvertiefung. Damit bleibt der Streit um die Ausbaggerung der Elbe in diesem Jahr ungeklärt. Die Leipziger Richter verwiesen auf den Europäischen Gerichtshof (EuGH). Dort wird im Fall des Weser-Ausbaus im nächsten Jahr verhandelt. Der Grund für die Vertagung seien laut Medienberichten schwere handwerkliche Fehler im...

1 Bild

Kein Sauerstoff: Fische verenden in der Elbe

Björn Carstens
Björn Carstens | am 25.07.2014

(bc). Da bahnt sich eine riesige ökologische Katastrophe an. In der Elbe sterben die Fische tonnenweise, so schlimm wie seit Jahren nicht mehr: Stinte, Meerforellen, Lachse, Aale. Nach Medienberichten sind in der vergangenen Woche von der Hamburger Hafengrenze 15 Kilometer flussabwärts Fische mit einem Gesamtgewicht von rund 100 Tonnen verendet. „Die Lage ist extrem kritisch. Die Langzeitfolgen sind noch gar nicht absehbar“,...

4 Bilder

Elbvertiefung: ein Fall fürs Gericht ! Die Hafenwirtschaft zittert

Björn Carstens
Björn Carstens | am 18.07.2014

(bc). Was für eine Materialschlacht! 170 prall gefüllte Aktenordner umfasst das Verfahren zur Elbvertiefung. Das sind abertausende Seiten Papier, mit denen sich die Richter des Bundesverwaltungsgerichts seit vergangenen Dienstag auseinandersetzen müssen. "Der Senat ist fachlich sehr gut vorbereitet", bilanziert Ernst-Otto Schuldt, einer der Ausbagger-Gegner aus dem Alten Land, die beim Prozessauftakt dabei waren. Beide...

1 Bild

Elbvertiefung: Ausbagger-Gegner machen mobil

Björn Carstens
Björn Carstens | am 11.07.2014

bc. Jork. Die Gegner der geplanten Elbvertiefung stehen in den Startlöchern: Kommenden Dienstag, 15. Juli, beginnt die Verhandlung am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Sechs Prozess-Tage in zwei Wochen sind angesetzt, weitere könnten im August folgen. Das Regionale Bündnis gegen die Elbvertiefung reist mit mehr als ein Dutzend Anhängern nach Leipzig, um vor Ort Flagge gegen die Fluss-Ausbaggerung zu zeigen. "Wir...

1 Bild

Elbvertiefung: "Wir sind belogen worden"

Björn Carstens
Björn Carstens | am 09.05.2014

(bc). Jetzt oder nie! Ab Juli wird mit einem Gerichtsurteil zur Elbvertiefung gerechnet. Rechtzeitig davor haben die Altländer Kerstin Hintz und Ernst-Otto Schuldt ein Buch herausgegeben, das sich in einer kritischen Vielfalt mit der Ausbaggerung des Flusses auseinandersetzt, die es in dieser gebündelten Form noch nicht gegeben hat. "Wahr-Schau" heißt das 264-seitige Kompendium - geschrieben von 18 Autoren, die entlang...