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+++ Update +++ Brand in Flüchtlingunterkunft in Otter: Brandursache ist laut Polizei vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung

Mittwochnacht brannte es in der Flüchtlingsunterkunft
bim. Otter. Unsicher sehen sich einige Flüchtlinge in ihrer Unterkunft im ehemaligen Gasthof Gerlach in Otter um. Ob sie dort weiterhin bleiben können, ist ungewiss. Es riecht nach Rauch und verkohltem Holz, nachdem es dort Mittwochnacht brannte. Zwei Bewohner waren auf das Feuer aufmerksam geworden, verständigten sofort Feuerwehr und Polizei und weckten die anderen. Rettungskräfte brachten die zu dem Zeitpunkt anwesenden 25 Bewohner in Sicherheit, zwölf von ihnen kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in umliegende Krankenhäuser.
Drei Nachbarsfamilien, die durch die Sirenen auf den Brand aufmerksam wurden, nahmen die Flüchtlinge für die Dauer des Einsatzes bei sich auf.
Die Flüchtlinge hatten „Glück im Unglück, weil niemand verletzt wurde“, sagt eine Unterstützerin. Die rund 90 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehren Otter, Todtshorn, Tostedt, Welle und Wistedt hatten den Brand im Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss schnell gelöscht. Dennoch sind der Raum und die darüber liegenden Zimmer nicht mehr nutzbar bzw. unbewohnbar.
Der Landkreis will die Flüchtlinge nun in den Zimmern einquartieren, die von Rauch und Feuer verschont geblieben sind. Sollte das nicht möglich sein, würden sie in andere Unterkünfte kommen, so Kreissprecher Bernhard Frosdorfer.
„Wir fangen jetzt wieder bei Null an. Tische, Stühle, Schränke und Spiele - alles ist zerstört“, sagt Rita Schröder vom Unterstützerkreis enttäuscht. In dem Gemeinschaftsraum wurde u.a. Deutsch unterrichtet. Auch hatte sich das internationale Café etabliert (das WOCHENBLATT berichtete).
Brandursache ist laut Polizei vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung. Ein fremdenfeindlicher Hintergrund könne aber ausgeschlossen werden, heißt es. Das Feuer sei im Bereich eines Sofas im Gemeinschaftsraum ausgebrochen.

Wer die Flüchtlingshilfe Otter mit Sach- oder Geldspenden unterstützen möchte, kann sich mit Rita Schröder in Verbindung setzen unter Tel. 0157-39308705 oder auf das Konto beim Verein zur Förderung von Zivilcourage, Stichwort: Flüchtlingshilfe Tostedt-Otter, spenden: DE40207500000090363599, BIC: NOLADE21HAM. Infos auch unter www.fluechtlingshilfe-otter.de.

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