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Autobahnpolizei Winsen beanstandet zwei Tiertransporte und einen zu schweren Möhren-Laster

bim. Winsen. Zwei Tiertransporte, die teilweise erhebliche Mängel aufwiesen, stoppte die Autobahnpolizei Winsen am Mittwoch auf der A1. Gegen 11 Uhr hielten die Beamten auf dem Parkplatz Stellheide in Fahrtrichtung Bremen einen deutschen Tiertransport an, der mit 26 Rindern beladen war. Das Fahrzeug kam aus Horst in
Schleswig-Holstein und wollte nach Lindern bei Cuxhaven. Der Transport war zwar nicht überladen, allerdings stand den Tieren auf Lkw und Anhänger zu wenig Platz zur Verfügung. Aus tierseuchenrechtlichen Gründen konnten die Rinder nicht in eine Umladestation nach Hollenstedt gebracht werden. Wegen der relativ geringen Unterschreitung des Raumbedarfs sowie der restlichen Fahrtstrecke gestattete das Veterinäramt die Weiterfahrt bis zum Zielort. Gegen Fahrer und Halter wurden Ordnungswidrigkeitenanzeigen erstattet.
Gegen 15.15 Uhr wurde im Bereich Hollenstedt in Fahrtrichtung Hamburg ein Tiertransport angehalten, der auf dem Weg nach Bad Oldesloe in Schleswig-Holstein war, um dort Rinder zu laden. Eine Überprüfung der mitgeführten Transportkontrollbücher ergab, dass der Fahrzeugführer, bei dem es sich zugleich auch um den Fahrzeughalter handelte, die vorherigen Transporte nicht in besagte Kontrollbücher eingetragen hatte. Dementsprechend kann bei Kontrollen nicht nachvollzogen werden, ob die Fahrzeuge korrekt gereinigt und desinfiziert wurden. Ferner ist unklar, wann die Tiertransporte gestartet sind und ob die zulässige Transportdauer eingehalten wurde.
Die Auswertung der Daten aus dem digitalen Kontrollgerät ergab weiterhin teils erhebliche Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten. Gegen den 47-jährigen Fahrzeugführer werden mehrere Ordnungswidrigkeitenanzeigen eingeleitet.

Weiterhin überprüften die Beamten der Autobahnpolizei gegen 12.45 Uhr auf der A1 auf der Rastanlage Arbachkate (Hollenstedt) einen niederländischen Sattelzug, der mit Möhren beladen war. Bereits bei der Durchsicht der vorgelegten Papiere hatten die Beamten den Verdacht, dass der Lkw überladen war. Dieser bestätigte sich nach dem Wiegen auf der Müllumschlaganlage Nenndorf, denn der Sattelzug brachte mehr als 42 Tonnen und damit über zwei Tonnen zuviel auf die Waage. Der 43-jährige niederländische Fahrzeugführer, der auch der Halter ist, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 280 Euro rechnen.