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Baum stürzt auf Metronom-Bahnstrecke / Feuerwehren bei starkem Unwetter im Dauereinsatz

Durch die Meckelfelder Feuerwehr wurde eine nicht gehfähige Frau mit Hilfe der Drehleiter aus dem Zug geholt (Foto: Feuerwehr)
 
Der Baum mithilfe einer Kettensäge zerkleinert und beseitigt (Foto: Feuerwehr)
bim. Landkreis. Ein schweres Gewitter mit starkem Regen und vor allem schweren Sturmböen ist am Sonntagnachmittag auch über den Landkreis Harburg hinweg gezogen und sorgte für Dutzende Hilfeleistungseinsätze der Freiwilligen Feuerwehren. Vielfach stürzten Bäume auf Straßen, manches Mal auch auf Häuser und Autos. Ein Großaufgebot der Retter war bei einem umgestürzten Baum gefordert, der in Meckelfeld auf die Bahnstrecke Hamburg-Bremen gefallen war. Er hatte einen fahrenden Metronom getroffen und war dann in der Oberleitung hängen geblieben.

Die Chronologie der Ereignisse:
Gegen 16 Uhr zog das Unwetter über den Landkreis Harburg hinweg. Die ersten Einsätze wegen umgestürzter Bäume ließen nicht lange auf sich warten. Um 16.02 Uhr wurde die Feuerwehr Appel nach Oldendorf alarmiert, dort war ein Baum am Ortsausgang in Richtung Hollenstedt umgestürzt.
Die Feuerwehr Evendorf rückte um 16.12 Uhr in die Dorfstraße aus, auch hier war ein Baum umgestürzt, in beiden Fällen beseitigten die Kräfte die Bäume.
Von nun an ging es Schlag auf Schlag. Die Feuerwehr Eyendorf rückte in den Höllenweg aus, in Drage lag ein Baum auf dem Elbdeich. Die Feuerwehr Hittfeld beseitigte einen Baum in der Graf-Kalckreuth Straße, und die Feuerwehr Drennhausen musste einen umgestürzten Baum im Kirchweg entfernen.
Weitere Einsätze wegen auf Straßen liegenden Bäumen gab es in Over, Stelle, Avendorf, Fliegenberg, Sangenstedt, Oldershausen, Hunden und Hörsten.
In Tespe im Erlenring, in Elbstorf in der Straße „Riegens Hof und in Winsen in der Straße Osterfeld waren Bäume auf Häuser gestürzt.
In Eyendorf und Avendorf mussten Bäume von Pkw beseitigt werden.
Zu einem Großeinsatz von Feuerwehren und Rettungsdienst kam es um 16.24 Uhr in Meckelfeld. In der Rönneburger Straße war auf Höhe der Bürgermeister-Heitmann Straße ein von Bremen in Richtung Hamburg fahrender Metronom mit mehr als 250 Fahrgästen an Bord von einem umgestürzten Baum getroffen worden. Der Zug kam nach einer Notbremsung zum Stehen, der Baum blieb in der Oberleitung hängen und begann zu brennen. Erste Augenzeugen vermuteten, dass der Zug brennen würde und alarmierten sofort die Feuerwehr. Von der Winsener Rettungsleitstelle wurden die Feuerwehren aus Meckelfeld und Fleestedt sowie die Werkfeuerwehr des Maschener Rangierbahnhofs alarmiert. Beim Eintreffen der Kräfte brannte glücklicherweise nicht der Zug, lediglich Teile des in der Oberleitung liegenden Baums schmorten. Die Werkfeuerwehr erdete die Oberleitung und machte diese stromfrei, im Anschluss wurde der Baum mithilfe einer Kettensäge zerkleinert und beseitigt.
Der Zug war nicht mehr fahrbereit. Um die im Zug sitzenden Passagiere mit ausreichend Flüssigkeit zu versorgen und eine mögliche Zug-Evakuierung vorzubereiten, wurde die Schnelleinsatzgruppe (SEG) des DRK und der Johanniter Unfall Hilfe des Landkreises Harburg alarmiert. Die Kräfte des Rettungsdienstes versorgten die Menschen bei hochsommerlichen Temperaturen mit Mineralwasser. Durch die Meckelfelder Feuerwehr wurde eine nicht gehfähige Frau mit Hilfe der Drehleiter aus dem Zug geholt, sie wurde mit einem Fahrzeug des Rettungsdienstes zur nächsten Bahnstation gebracht.
Eine Evakuierung des Zugs war letztlich nicht mehr notwendig. Mit einer Ersatz-Lokomotive wurde der beschädigte Metronom nach gut zwei Stunden in den Bahnhof Harburg geschleppt.
Für die Feuerwehren und den Rettungsdienst endete der Einsatz nach zweieinhalb Stunden.