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Der perverse Pferdeschänder ist endlich gefasst!

bim. Tostedt. Pferdehalter in der Region können aufatmen: Der perverse Pferdeschänder, der seit einigen Monaten für Angst unter Pferdebesitzern sorgte, ist gefasst! Wie die Polizei jetzt mitteilt, handelt es sich um einen 20-Jährigen aus der Region. Nähere Angaben zum Beschuldigten will die Polizei nicht machen.
Wie mehrfach berichtet, hatte der Mann immer wieder Stuten im Genitalbereich angegriffen und zum Teil auch schwer verletzt. Mindestens in 13 Fällen, so die Polizei, verstieß er gegen das Tierschutzgesetz.
Nach ersten Zeugenaufrufen im Dezember hatte die Polizei vor Weihnachten eine siebenköpfige Ermittlungsgruppe eingesetzt, die Hinweisen aus der Bevölkerung nachging und Spuren auswertete. Pferdebesitzer und Reiter hatten ihre Weiden mit Kameras ausgestattet und sich zu nächtlichen Kontrollgängen verabredet, um gemeinsam mit der Polizei weitere Taten zu verhindern.
Die hohe Emotionalität, die mit der Tatserie einhergeht, sorgte dafür, dass neben vielen hilfreichen Hinweisen auch allzu schnell Meldungen mit Namen, Kennzeichen oder sogar Adressen vermeintlicher Täter in sozialen Netzwerken gepostet wurden. Die Beamten waren hier immer wieder gefordert, Unschuldige vor falschen Verdächtigungen zu schützen und Verdachtsmomente auf ihre Objektivität zu überprüfen. Zeitweise wurde sogar ein Phantombild verbreitet, das allerdings vor mehreren Jahren zu einer Fahndung im Raum Hessen veröffentlicht worden war. Dadurch seien die Ermittlungen teilweise erschwert worden, teilt die Polizei weiter mit.
Im Rahmen der Ermittlungen geriet ein Heranwachsender aus der Region unter Verdacht. Am Dienstagabend konnten die Beamten den jungen Mann in flagranti vorläufig festnehmen. Noch in der Nacht und am Folgetag legte der 20-Jährige ein umfassendes Geständnis ab. Er räumte nahezu alle bekannt gewordenen Taten ein.
Der Beschuldigte, der sich selbst als "Zoophilist" bezeichnet, hat mittlerweile den Landkreis Harburg verlassen. Er befindet sich in therapeutischer Behandlung. Gründe, die eine Untersuchungshaft rechtfertigten, liegen laut Polizei nicht vor.