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Ein reumütiger Räuber / Strafe für 20-Jährigen nach brutalem Überfall um halbes Jahr reduziert

(bim). Diese Tat hat das Opfer traumatisiert: Während ein Mann im Auto wartete, klingelten drei als Paketzusteller verkleidete Männer am 1. Juni 2015 an der Tür einer 77-jährigen Seniorin in Seevetal. Als diese öffnete, drängten die Männer sie sofort zurück in die Wohnung, sprühten ihr Pfefferspray ins Gesicht, schlugen und fesselten sie.
Einen 78-jährigen Bekannten des Opfers, der zufällig zu Besuch kam, zogen die Täter in die Wohnung und fesselten ihn ebenfalls. Einer der Täter, ein heute 20-jähriger Hamburger, wurde jetzt von der 2. Großen Strafkammer des Landgerichts Lüneburg wegen erpresserischen Menschenraubes und gefährlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt.
Der 20-Jährige und seine drei Komplizen waren bereits im Dezember 2015 verurteilt worden - zu zwei Jahren und neun Monaten bzw. vier Jahren Jugendgefängnis und die beiden anderen Täter (damals 21 und 23 Jahre alt) nach Erwachsenenstrafrecht zu fünf Jahren und zu sieben Jahren und drei Monaten Haft. Der Verteidiger des 20-Jährigen hatte aber mit Erfolg Revision gegen die vierjährige Haftstrafe eingelegt.
In dem Verfahren am Landgericht bedauerte der 20-Jährige seine Tat und entschuldigte sich bei den Geschädigten.
Das jetzige Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Verteidiger des 20-Jährigen, der eine zweijährige Jugendstrafe gefordert hatte, will den Fall evtl. erneut vor den Bundesgerichtshof bringen.