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Jung-Rinder aus Güllegrube gerettet

Einsatz wurde zur stinkenden Angelegenheit

bim. Tostedt. Zu einer ungewöhnlichen Tierrettung wurden Montagabend die Feuerwehren aus Tostedt und Wistedt gerufen: Auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Vaerloh waren drei Jungrinder durch die Spaltenböden in den darunterliegenden Güllekanal gefallen und standen bis zum Hals in der stinkenden "Brühe". Erste Versuche der Einsatzkräfte, die Rinder aus der Güllegrube zu befreien, scheiterten an dem hohen Güllestand und der Nervosität der Tiere. Daher musste zunächst der Güllestand durch Abpumpen über mehrere Stunden soweit reduziert werden, dass unter Zuhilfenahme eines Tierrettungsgeschirrs und des vom Bauhof zur Verfügung gestellten Lkw mit Ladekran die Tiere einzeln aus der Güllegrube gehoben werden konnten. Die stundenlange Arbeit war für die Einsatzkräfte unter Atemschutz und mit Watthosen ausgesprochen anstrengend und wegen der aufgeregten Tiere gefährlich. Die Rinder mussten vor der eigentlichen Bergung auch unter Aufsicht des Kreisveterinäramtes durch einen Tierarzt aus Scheeßel fachkundig sediert werden. Der über Stunden auszuhaltende Güllergeruch machte den Einsatz für die Retter nicht angenehmer. Erst um 22.15 Uhr konnten alle drei Rinder letztlich unverletzt, aber genauso erschöpft wie die 45 Einsatzkräfte befreit werden. Noch bis 0 Uhr liefen die Reingigungsarbeiten von Kleidung und Material in den Wehren.