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Vandalismus bei Bauschutt-Unternehmer in Königsmoor

Bei diesem Radlader wurden beide Scheiben eingeworfen
  bim. Königsmoor. „Wenn ich nicht versichert wäre, müsste ich jetzt Insolvenz anmelden“, erklärt Holger Koppitz. Der Unternehmer aus Visselhövede (Kreis Rotenburg) hat u.a. eine mobile Bauschutt-Brechanlage und verschiedene Radlader in Betrieb. Mehrere seiner Maschinen wurden binnen weniger Tage auf dem von ihm in Königsmoor (Samtgemeinde Tostedt) nahe der Moorhalle gepachteten Gelände manipuliert und beschädigt.
Die Chronologie der Vorfälle: In der Nacht vom 10. auf den 11. Juni wurden zwei Männer von Anwohnern dabei erwischt, als sie gerade Diesel aus einem Radlader abzapften. Die Täter seien über eine Böschung im hinteren Bereich des Grundstücks zu einem an der Baurat-Wiese-Straße stehenden silbernen Ford geflüchtet und hätten sich gegen 4 Uhr morgens eine Verfolgungsjagd bis Fintel mit den aufmerksamen Nachbarn geliefert. „Die Ganoven sind dann aber querfeldein gefahren und waren weg“, berichtet Holger Koppitz von dem, was ihm zugetragen wurde.
Ob das, was dann folgte, ein Racheakt war, und mit den Dieseldieben unmittelbar zusammenhängt, lässt sich nur spekulieren. In der Zeit von Samstag, 10., bis Mittwoch, 14. Juni, hatten Unbekannte bei einem von Holger Koppitz Radladern den Ventildeckel aufgeschraubt und Sand in den Motorraum gefüllt. Auch in die Brechanlage schaufelten die Täter Sand in den Öleinfüllstutzen und den Absaugtrakt sowie bei einem relativ neuen Bagger in den Öleinfüllstutzen. „Samstagnachmittag waren die Maschinen noch in Ordnung“, so der Unternehmer. Die Manipulation sei wenige Tage später aufgefallen, als er einen Radlader startete, der nun einen kapitalen Motorschaden habe, berichtet Holger Koppitz, der nach dem Vorfall mit dem Radlader vorsichtshalber alle Maschinen kontrollierte - eine weise Entscheidung. „Wenn ich die Brechanlage gestartet hätte, wäre mir auch der Motor um die Ohren geflogen“, sagt er.
Dennoch liege der Schaden inklusive Verdienstausfall insgesamt im sechsstelligen Bereich.
Holger Koppitz vermutet, dass ihm jemand gezielt schaden wolle. Er habe den Recyclingplatz nahe der Moorhalle seit Februar vergangenen Jahres gepachtet. Jetzt stehe das Grundstück zum Verkauf. „Seit bekannt ist, dass ich das Grundstück erwerben möchte, ging der Vandalismus los“, erklärt Koppitz. Als in seine Maschinen Sand eingefüllt wurde, hätten nebenan an der frisch sanierten Moorhalle auch noch Baufahrzeuge gestanden, die nicht angerührt worden seien.
In der Nacht von Montag auf Dienstag, 26./27. Juni, seien dann auch noch die Scheiben bei zwei seiner Radlader eingeschlagen worden. Da wüteten die Vandalen aber auch auf dem Nachbargrundstück, zerstachen Reifen und klauten eine Rüttelplatte. Auf der Flucht hätten die Täter den gleichen Trampelpfad an der Böschung genutzt wie zuvor.
„Ich bin seit 30 Jahren auf dem Bau und seit sieben Jahren selbstständig. Kaputte Scheiben sieht man öfter“, so Koppitz. Auch Diesel-Diebstahl komme immer wieder mal vor. Dieses gezielte Vorgehen setze jedoch einiges an Grundwissen über Motorentechnik und Ortskenntnis voraus. Aus dem Dorf selbst erfahre er aber nur Rückhalt, betont Koppitz.
Er will jetzt jedenfalls aufrüsten, was Kamera- und Sicherheistechnik auf dem Gelände in Königsmoor angeht.
• Für Hinweise, die zur Verurteilung der Täter führen, hat Holger Koppitz nun eine Belohnung von 2.000 Euro ausgesetzt. Wer zwischen dem 10. und 14. Juni oder dem 26. und 27. Juni Verdächtiges rund um die Moorhalle gesehen hat, meldet sich bei der Polizei Tostedt unter Tel. 04182-28000 oder bei Holger Koppitz unter Tel. 04262-3753.