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Aktionstag für Toleranz in Tostedt

Maik Bischoff vom Haus der kirchlichen Dienste in Hannover begleitete den Aktionstag (Foto: oh)
bim/nw. Tostedt. An einem Aktionstag für Toleranz nahmen jetzt 110 Konfirmanden aus Tostedt und Heidenau in der Johanneskirche teil. Kurz vor ihrer Konfirmation im Frühjahr vertieften sie dieses Thema, das aufgrund der geplanten Asylbewerberunterbringung in Tostedt eine nicht geplante Aktualität bekam. So hieß auch einer der beiden Workshops, in denen am Vormittag in sieben Kleingruppen gearbeitet wurde: „Fluchtwege freihalten“. Ein anderer Workshop beschäftigte sich mit dem Thema „Früher war alles besser“, wo vieles aus der deutschen Geschichte zur Sprache gebracht wurde.
Am Nachmittag wurde dann ein Medien-Parcours zu Musik und mit Symbolen der rechten Szene durchlaufen, bevor eine Andacht den Tag abschloss. Höhepunkt war darin eine Rap-Predigt von Felix Wartemann, die er in Begleitung der „Johannes 2.0. Band“ vortrug.
Vorbereitet und durchgeführt wurde der Tag von Jugendlichen der Ev. Jugend, die von Vertretern des Forums für Zivilcourage unterstützt wurden. Pastor Gerald Meier, der die Aktion leitete, sagte: „Ohne die Jugendlichen, die hier auch als Vorbilder agieren, würden wir kaum solchen Anklang bei den Konfirmanden mit diesem Aktionstag haben. Sie sind unentbehrlich.“
Begleitet wurde die Aktion von Maik Bischoff vom Haus der kirchlichen Dienste in Hannover, einer landeskirchlichen Arbeitsstelle, die auch das umfangreiche Material zur Verfügung stellte. Begeistert von dem Engagement der Jugendlichen und Konfirmanden in Tostedt sagte er: „Wir können mit Bildung für Jugendliche nicht früh genug anfangen, weil rechte Gruppen z.B. durch Musik und die sogenannten 'Schulhof-CDs' gezielt auf junge Menschen zugehen, um ihr menschenverachtendes Gedankengut zu verbreiten.“