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Aller Kriegsopfer gedenken

Die Schüler der 9d und Lehrer Marten Hohls (hinten, 2. v. li.) gedenken des in Afghanistan gefallenen Soldaten Markus Matthes

Schüler der Erich-Kästner-Realschule beschäftigen sich mit dem Tod eines Soldaten

as. Tostedt. „Liebe Anwesenden, wir sind heute zusammen gekommen, um allen, die im Krieg gestorben sind, speziell Markus Matthes, zu gedenken“, lautet der Einstieg der Rede von Evelin (14). Die Klasse 9d der Erich-Kästner-Realschule in Tostedt beschäftigt sich anlässlich des Volkstrauertages mit dem Schicksal des 2011 in Afghanistan gefallenen Soldaten Markus Matthes. Der Hauptmann fiel in der Region Kunduz einem Angriff zum Opfer.
Die Schüler sollen eine Rede in Andenken an Markus Matthes so verfassen, als ob sie ihn gekannt hätten. Einer der Schüler wird seine Rede dann am Volkstrauertag, Sonntag, 15. November, bei der Gedenkveranstaltung am Mahnmal am Menkenplatz in Tostedt vortragen.
„In den letzten Jahren haben wir uns häufig mit Einzelschicksalen von Opfern des Zweiten Weltkriegs auseinandergesetzt. Es ist aber wichtig, auch die jüngsten Kriegsopfer zu beachten“, erklärt der Lehrer Marten Hohls, weshalb die Wahl auf den Soldaten gefallen ist. Die Schüler geben an, sich vorher nicht groß mit dem Thema Krieg auseinandergesetzt zu haben. „Ohne Herrn Hohls hätten wir vom Schicksal des Soldaten nicht erfahren“, sagt Justin (15). „Den aktuellen Bezug finde ich gut. Darüber, wieviele Soldaten in Afghanistan sterben, erfährt man sonst nicht so viel“, so der Schüler. Die 9. Klassen der Tostedter Schule tragen jedes Jahr zur Gedenkveranstaltung bei. Auch die anderen Jahrgänge setzen sich mit dem Thema Krieg auseinander.
• Der Volkstrauertag ist ein staatlicher Gedenktag und erinnert an die Kriegstoten und die Opfer der Gewaltherrschaft aller Nationen.