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Auf der Bahnbrücke entlang der B3 in Sprötze wird jetzt geblitzt

bim. Sprötze. Auf der Bahnbrücke entlang der B3 bei Sprötze wird jetzt häufiger geblitzt. Die Polizei wolle damit aber keine Raser erwischen, sondern die Lkw-Fahrer erfassen, deren Laster zu schwer für die marode Bahnbrücke sind, heißt es. Denn wie berichtet, dürfen seit Dezember keine Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 24 Tonnen mehr über die Brücke fahren. Kürzlich waren bei einer Polizeikontrolle binnen dreieinhalb Stunden 64 Brummifahrer mit zu schwerem Truck festgestellt worden.
Die "Blitzer", eine Art Fotoapparat mit Lichtschranke, werden von einem Beamten per Hand ausgelöst, wenn dieser einen zu großen Lkw auf der Brücke sieht. Die Fotos dienen als Beweis für ein mögliches späteres Ordnungswidrigkeitenverfahren. "Gleichzeitig gibt es Aufklärungsbedarf, was die Bedeutung des Verbotsschildes angeht", so Polizeisprecher Jan Krüger. Denn das Verbot bezieht sich auf das maximal zulässige Gesamtgewicht und nicht auf das tatsächliche Gewicht.
Die Lkw über 24 Tonnen werden seit Dezember über Tostedt umgeleitet. Dort fordern Politik und viele Bürger dringend eine Behelfsbrücke, spätestens, wenn 2016 mit dem eigentlichen Neubau der maroden Brücke begonnen wird.
Auf Initiative des Tostedter SPD-Ratsherren Klaus-Dieter Feindt besuchten Samtgemeinde-Bürgermeister Dr. Peter Dörsam und Bürgermeister Gerhard Netzel kurz vor dem Jahreswechsel das Wirtschaftsministerium in Hannover, um ihre Bedenken vorzubringen. Es seien zwar keine verbindlichen Zusagen gegeben worden. "Wenn sich eine Behelfsbrücke von den Verkehrszahlen her begründen lässt, sieht es so aus, als ob diese Variante ernsthaft geprüft wird", so Dörsam. Kernfrage im jetzt laufenden Planfeststellungsverfahren sei, ob eine Behelfsbrücke als Hauptvariante oder noch zu prüfende Nebenvariante angesehen werde.
Das steht laut Dirk Möller, Geschäftsbereichsleiter der Niedersächsischen Straßenbaubehörde Lüneburg, noch nicht fest. Die Behörde bereitet derzeit die vom Landkreis als Planfeststellungsbehörde nachgeforderten Unterlagen vor. Dabei fehlt u.a. noch die Auswertung einer Verkehrszählung vom Sommer. Die Ergebnisse sollen im Laufe des Frühjahres vorliegen, so Möller.