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Aufklärung und gemeinsame Aktivitäten: Fremde sollen willkommen geheißen werden

Integrationsbeauftragte Ute Köchel informierte über Möglichkeiten, Asylbewerber zu integrieren

Asylbewerber sollen in Tostedt von Anfang an integriert werden

bim. Tostedt. Vernetzen, beraten, informieren - das wollen die Kirchengemeinden, die evangelische Jugend, das Forum für Zivilcourage, Sportvereine, Polizei, Bürgermeister und Ordnungsamt in Tostedt im Hinblick auf die voraussichtlich Anfang April ankommenden Asylbewerber im Zusammenwirken mit dem Landkreis Harburg. Von der Integrationsbeauftragten Ute Köchel erfuhren sie von Möglichkeiten, die Flüchtlinge zu integrieren.
Für den Landkreis, der im vergangenen Jahr rund 450 Flüchtlinge aufgenommen und 22 Unterkünfte neu geschaffen hat, sei der Standort Tostedt eine neue Erfahrung. "Weil die Eigensorge im Hintergrund steht und es mehr um die Sorge von Eskalation geht", so Kreisprecher Johannes Freudewald."
1992 habe es mit 400.000 den Höchststand an Flüchtlingen in Deutschland gegeben, berichtete Ute Köchel. Seit 2010 würde die Zahl der Asylbewerber wieder steigen, 110.000 waren es im vergangenen Jahr überwiegend aus Somalia, dem Sudan und von der Elfenbeinküste. Die Prognose für 2014 geht von 140.000 Flüchtlingen aus.
Wichtig sei es, mit den Asylbewerbern in Dialog zu treten, so Ute Köchel. Viele der Flüchtlinge aus dem afrikanischen Raum seien hochmotiviert und wollten auch arbeiten. Mitunter hake es im Alltag allerdings an praktischen Dingen, wie zum Beispiel dem Öffnen eines Velux-Fensters.
Ute Köchel nannte positive Beispiele der Annäherung: In Buchholz seien die Anwohner auf die neuen Nachbarn zugegangen, 70 Akteure seien in Arbeitsgemeinschaften organisiert, die die Integration der Asylbewerber voranbringen. Auch in Garlstorf, Winsen und Drage seien nach anfänglichen (unbegründeten) Ängsten viele Dialoge und Hilfestellungen entstanden. "Appel, Stelle und Tostedt werden von diesen Erfahrungen profitieren", ist Ute Köchel sicher.
Ideen für das gegenseitige Kennlernen in Tostedt sind zum Beispiel die Übernahme von Patenschaften für Asylbewerber, gemeinsame Kinoabende und gesellige Nachmittage bei Kaffee und Kuchen. Auch das Aushängen von Willkommensgrüßen in öffentlichen Gebäuden und Geschäften sowie die Aufklärung von Schülern über die Situation der Flüchtlinge in ihren Heimatländern sind angedacht.