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B3-Baustelle: Anlieger loben frühere Verkehrsfreigabe

In dieser Woche wurden bereits die Fahrbahnmarkierungen aufgebracht (Foto: mi)
(bim). Gute Neuigkeit für Pendler und die Geschäftsleute entlang der B3 zwischen Rade und Trelder Berg: Die Bauarbeiten dort können früher als geplant abgeschlossen und die Bundesstraße voraussichtlich in der Woche vom 8. bis 12. Mai wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Im Vorfeld der Fahrbahnerneuerung hatte die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Lüneburg, wegen ihrer schlechten Informationspolitik und der ursprünglich geplanten Dauer der Baumaßnahme von drei Monaten bis Juni viel Schelte einstecken müssen. Jetzt gibt es zumindest von zwei betroffenen Anliegern ein großes Lob.
"Das war ein gutes Miteinander mit der Behörde und der Baufirma Kalinowsky", erklärt Bernd Oelkers vom Hof Oelkers in Wenzendorf-Klauenburg. Dort fand am Wochenende die Messe "Die Haus & Garten-Welt" statt, und die Besucherzahl übertraf am Sonntag sogar alle Erwartungen. Oelkers schätzt, dass die Zahl der Gäste - trotz eines Fünf-Kilometer-Umwegs - um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden konnte.
Im Vorfeld der Baumaßnahme habe er schlaflose Nächte gehabt. Auch mit Blick auf die Beschäftigung seiner mehr als 30 Mitarbeiter.
Die Mitarbeiter der Behörde und der Baufirma hätten aber getan, was machbar war, um auf die Geschäftsleute sowie deren Kunden und Gäste Rücksicht zu nehmen. "Für unser Tagesgeschäft in der Woche hat es sicherlich Einbußen gegeben", sagt Bernd Oelkers. Dank guter Beschilderung und moderner Medien hätten die meisten Kunden dennoch den Weg zum Hof Oelkers gefunden. Auch sei es an den Wochenenden möglich gewesen, durch die Baustelle zu fahren.
"Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass es so gut läuft. Wir sind natürlich froh, dass alles fertig ist und dass die Baumaßnahme zügiger als angekündigt durchgezogen wurde", so Oelkers.
"Es ist ärgerlich, dass die Baustelle zur Spargel-Saison eingerichtet wurde", meint Heiner Bartels vom Hof Bartels in Rade. Die Straßenbaubehörde sei auch nicht kompromissbereit gewesen, die Bauzeit in den Juli zu verlegen. Dennoch lobt auch er das vielfache Entgegenkommen der Bauarbeiter und dass die Baumaßnahme schneller als erwartet beendet wird. Die Spontan-Käufer seien zwar ausgeblieben, aber dank der Beschilderung und der Durchfahrtmöglichkeit an den Wochenenden seien die Einbußen nicht so schlimm wie befürchtet.
Der Erd- und Straßenbau sei gut gelaufen, bestätigt Dirk Möller, Geschäftsbereichsleiter der Landesstraßenbaubehörde. "Das ist der Optimierung des Bauablaufes geschuldet und dass die Baufirma sich gut daran gehalten hat", sagt er. Auch wenn die B3 bald wieder für den Verkehr freigegeben ist, würden die letzten Arbeiten wie der Aufbau der Großbeschilderung bis Anfang Juni dauern.
Dann folgt Mitte bzw. Ende Juni bis Ende August die Fahrbahnerneuerung auf der B3 vom Ortsausgang Welle bis zur Grenze zum Heidekreis. Und auch dort hoffen die Anlieger natürlich, dass die geplante Bauzeit unterschritten wird.