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Bäcker Weiss-Azubis absolvierten Praktikum in Italien

  bim. Todtglüsingen. Welche Unterschiede gibt es zwischen dem Bäcker-Handwerk in Deutschland und in Italien? Wie ist die Mentalität der Menschen dort? Interessante Erfahrungen, nicht nur für ihr Berufsleben, machten jetzt Mareike Fahrenkrug (18) aus Neu Wulmstorf und Hassan Maazou (18) aus Tostedt, Auszubildende der Bäckerei Weiss in Todtglüsingen, während ihres dreiwöchigen Aufenthalts in Italien. Dieser gehört zum Programm "Sindbad Vincenza 2014" und war über die Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade im Zuge des "Leonardo da Vinci"-Mobilitätsprogramms zustande gekommen.
Als sie in einem Infoblatt der Handwerkskammer von der Möglichkeit des Auslandspraktikums erfuhren, waren die beiden jungen Leute gleich Feuer und Flamme. Nach einem einwöchigen Sprachkursus kamen die beiden in die Betriebe in Vincenza. Untergebracht waren Mareike und Hassan in Gastfamilien, die sie sehr herzlich aufgenommen hätten, berichten sie.
Anders als im heimischen Unternehmen Weiss, wo in der Regel von 2 bis 11 Uhr bzw. von 3 bis 12 Uhr gearbeitet wird, musste Mareike Fahrenkrug von 8 bis 12 Uhr und von 16 bis 20 Uhr und Hassan Maazou von 4 bis 10 Uhr arbeiten.
"Auch bei der Produktions- und Herstellungsweise und vor allem bei den Produkten gibt es Unterschiede", erzählt Mareike. "In Italien wird sehr viel mit Pistazien gemacht, hier mehr mit Sahne." In der Konditorei überzog sie u.a. Gebäck mit Schokolade oder stellte Cremes und Teige her.
Hassan Maazou wog Teig ab, stellte Pizza, Baguette und viele Weizenteige her. Im Vergleich zur großen Backstube Weiss sei der Arbeitsplatz in Italien viel kleiner.
Was den beiden 18-Jährigen besonders in Erinnerung geblieben ist: "Die Italiener essen ständig. Es gab nachmittags und abends Pizza und womöglich noch Pasta davor", berichtet Mareike Fahrenkrug. Auch Hassan Maazou wurde gleich mit einem großen Abendessen begrüßt.
Juniorchef Hendrik Weiß: "Für junge Menschen ist es ganz gut, zu lernen, sich in einem fremden Land zurechtzufrinden." Er reiste auch selbst nach Italien, um seine Azubis zu besuchen. Im Zuge des Projekts waren mit dem angehenden Bäcker und der künftigen Konditorin noch neun weitere Lehrlinge aus anderen Branchen - u.a. Kfz-Mechatroniker, Maler, Anlagentechniker und Tischler - in Italien. "In Italien ist alles etwas lockerer, die Italiener sind flexibler, machen das einfach", so Hendrik Weiß' Eindruck im Gegensatz zur deutschen Genauigkeit.
Bereits im vergangenen Jahr hatte die Bäckerei Weiss der Auszubildenden Samantha Buhr Auslandserfahrungen ermöglicht. Damals ging es nach Frankreich. Und Hendrik Weiß würden seinen Azubis jederzeit wieder eine solche Chance bieten.

Informationen zum Programm "Sindbad"

Die Handwerkskammer organisiert das dreiwöchige Praktikum zusammen mit der Sequa gGmbH und Eurocultura. Das Programm heißt "Sindbad" und wird aus Mitteln des Programms "Leonardo da Vinci - Lebenslanges Lernen" der Europäischen Union gefördert. Teilnehmen können Lehrlinge ab dem zweiten Lehrjahr, die zum Zeitpunkt des Praktikums das 18. Lebensjahr vollendet haben. Nähere Informationen gibt es beim Niedersächsischen Zentrum für internationale Berufsbildung in Lüneburg bei Lars Petersen, Martina Sommer oder Thomas Eikenberg unter Tel. 04131-712-162, -150, -187 oder per E-Mail: niezib@hwk-bls.de sowie unter www.niezib.de