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Beeindruckende Aufnahmen von Brunsberg und Büsenbachtal aus der Vogelperspektive

Alexander Kaßner lässt seine Drohne über einer Heidefläche fliegen
bim Handeloh/Buchholz. Nur ein Surren ist zu hören. Geschickt steuert Alexander Kaßner das Flugobjekt über die Heidefächen. Der 28-jährige Fotograf und Filmproduzent hat mit seiner Drohne jetzt im Auftrag der Lüneburger Heide GmbH beeindruckende Aufnahmen der Heide im Büsenbachtal in Handeloh und auf dem Brunsberg in Buchholz eingefangen. Sie sollen demnächst auf der Homepage der Tourismusorganisation für diese Ausflugsziele werben.
"Ich habe das Büsenbachtal bei Sonnenuntergang in wunderschönem Dämmerlicht gefilmt. Einmal saß ich für die Aufnahmen, ohne mich zu bewegen, inmitten der Heidschnuckenherde. Das war ein toller Augenblick", erzählt Alexander Kaßner. "Es geht darum, die Heidelandschaft von oben zu zeigen und schön in Szene zu setzen, eben Eindrücke zu schaffen, die es zuvor nicht gegeben hat", erläutert der Profi, der mit dem Ergebnis seiner Arbeit zufrieden ist.
Alexander Kaßner hatte die Idylle des Büsenbachtals kennengelernt, als er für seine Bachelorarbeit dort im vergangenen Jahr einen Zeitraffer-Film produzierte (das WOCHENBLATT berichtete).
Während Alexander Kaßner jetzt seine Heide-Aufnahmen machte, hatte er die eine oder andere Begegnung mit den Ausflüglern. Die meisten waren ganz begeistert, wenn sie ihm bei der Arbeit über die Schulter und auf die übertragenen Bilder auf dem Tablet schauen durften. "Auf dem Brunsberg sprach mich eine ältere Dame an, die sich über das tolle Erlebnis freute, einmal eine Drohne in Betrieb zu sehen. Da geht mir das Herz auf", sagt Kaßner und lächelt. "Ein anderes Mal war ein kleiner, zirka vierjähriger Junge ganz angetan, als er sich selbst im Film sah. Das entschädigt für die wenigen negativen Reaktionen."
Jeder Flug - in der Regel aus 30 bis 40 Metern Höhe - dauerte 15 bis 20 Minuten. Rund zweieinhalb Stunden Rohmaterial sind dabei entstanden, aus dem zwei bis zweieinhalb Minuten lange Filmchen entstehen.
Den Begriff Drohne verwendet Alexander Kaßner aber nur ungern. "Der ist durch Militär und Spionage negativ behaftet. Ich verwende lieber das Wort Quadrocopter oder Copter", sagt er.
"Ich fliege nur mit Genehmigung", betont Kaßner. So holt er sich vor solchen Aufträgen die allgemeine Aufstiegserlaubnis sowie die Genehmigung der jeweiligen Landbesitzer und spricht alles mit dem Landkreis und den Naturschutzbehörden ab. Zudem besucht er regelmäßig Schulungen und absolviert Übungsflüge. Die Heide-Flüge waren von den Ordnungsämtern genehmigt. Flugdauer und -strecke muss Alexander Kaßner als gewerblicher Flieger im Flugbuch aufzeichnen - egal ob er filmt oder nicht. Diese Daten müssen zwei Jahre lang aufgehoben werden.
Kaßners zweieinhalbminütiger Film über den Brunsberg ist bereits auf Youtube veröffentlicht (Luftbilder der Heideblüte am Brunsberg / Lüneburger Heide). Weitere Eindrücke seiner Arbeit gibt es unter www.alexk.media.