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Beeindruckende Einblicke in den Alltag der Lebensretter

DLRG-Einsatztaucher Kai Brauer im Tauchcontainer
bim. Buchholz. Kopfüber im Überschlagssimulator des ADAC, in schwindelnder Höhe beim Kistenstapeln oder als Zeuge einer Bergung von Verletzten aus einem Unfallauto - den Besuchern des "Tags der Retter" an der Feuerwache in Buchholz wurde am Samstag ein beeindruckender Einblick in den Alltag der ehrenamtlichen wie hauptberuflichen Rettungskräfte des Landkreises gewährt.
Vor Ort waren neben mehreren Feuerwehren des Landkreises u.a. das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Johanniter-Unfallhilfe (JUH), die Reiterstaffel und die Polizei.
Die Rettungshundestaffel Hamburg-Harburg führte auf einem Parcours mit Leitern und Tunnel das harmonische Zusammenspiel zwischen Zwei- und Vierbeinern vor, wobei die Hunde für die Suche von Menschen auf der Fläche und in Trümmern ausgebildet sind.
In dem mit rund 24 Tonnen Wasser befüllten Tauchcontainer der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) Buchholz zeigten die Einsatztaucher, welchen Herausforderungen sie sich stellen müssen. "Bei der DLRG Buchholz ist der Taucherschwerpunkt für den ganzen Landkreis. Wir helfen bei der Deichverteidigung und waren mit dem Wasserrettungszug auch beim Elbe- und Oder-Hochwasser im Einsatz", berichtete der Buchholzer Taucheinsatzleiter Werner Weber. Die Menschensuche oder die sogenannte Strömungsrettung, als etwa die Fluten durch die Häuser strömten, sowie auch die Rettung von Rehkitzen und Kühen waren beim Elbe-Hochwasser zu meistern.
Die Menschenrettung aus der Luft ist eine Aufgabe von Kerstin Heitmann, Referentin des Landesverbandes für Hubschrauber-gestützte Wasserrettung. "Wir fliegen mit dem Hubschrauber der Bundespolizei zusammen mit der Wasserwacht Evakuierungs- und Rettungseinsätze. Zum Beispiel im Katastrophenschutz, wenn Menschen in Hochwassergebieten auf Dächern sitzen und in Gefahr sind", erläuterte sie. Beim Elbe-Hochwasser 2013 habe es 86 solcher Winch-Vorgänge - die Rettung mit einem Stahlrettungswinde aus dem Hubschrauber - gegeben. "Damals haben wir sechs Menschenleben per Reanimation gerettet und 283 Evakuierungen durchgeführt", so Kerstin Heitmann.
Bei einem simulierten Unfall mussten zwei eingeklemmte Personen mit technischem Gerät aus einem Auto gerettet werden, eine an der Unfallstelle eingetroffene Angehörige vom Kriseninterventionsteam betreut werden.
Außer Kistenstapeln gab es für die Jüngsten auch eine Schmink-Ecke, eine Hüpfburg und Brandschutzerziehung. Bei einem Gewinnspiel konnten sie unter Beweis stellen, was sie an den verschiedenen Stationen über die Rettungskräfte gelernt hatten.
"Wir schließen die Feuerwache wegen der Veranstaltung natürlich nicht", betonte Buchholz' Ortsbrandmeister Ralf Behrens-Grünhage. Und so mussten Feuerwehr und DRK zwischenzeitlich zu einem echten Notfall ausrücken, bei dem eine Person eine Treppe hinuntergestürzt sein sollte.