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Behelfsbrücke an der B3 bei Sprötze hängt / Freude für Verkehrsteilnehmer währt nur kurz

Die Brücke "schwebt" am Kran
bim. Sprötze. „Brücke liegt“, verkündete Projektleiter Helge Siewerts am Sonntagmorgen um 1.02 Uhr. Der Direktor für Großprojekte der Strabag AG meinte damit die 110 Tonnen schwere und rund 35 Meter lange Behelfsbrücke an der B3 bei Buchholz-Sprötze, mit der die jahrelange einspurige Verkehrsführung über die marode Bahnbrücke nebenan, wenn alles gut geht, noch vor Weihnachten ein Ende hat. Bis dahin müssen noch Restarbeiten vorgenommen werden, wie u.a. die Anschlüsse zur Fahrbahn.
Damit ist eine Etappe in dem seit April 2013 dauernden Baustellen-Krimi wegen der maroden Bahnbrücke auf der B3 bei Sprötze geschafft: Mit einem 600-Tonnen-Kran wurde Sonntagmorgen ab 0.10 Uhr die Behelfsbrücke auf den 82-Tonnen-Stahlunterbau gehievt. Die Behelfsbrücke hat die Brückenklasse 60/30. Das heißt, auf der Hauptspur kann ein Lkw bis zu 60 Tonnen Gesamtlast und auf der Nebenspur einer von 30 Tonnen Gesamtlast darüber fahren.
Auf die Frage, warum statt der Behelfsbrücke nicht gleich eine neue Brücke neben der alten errichtet wurde, verweist Christian Magill, Sachgebietsleiter Brückenbau bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Lüneburg, auf die Notwendigkeit des Grunderwerbs, der - auch wenn er möglich wäre - das Verfahren noch mehr in die Länge gezogen hätte.
Die marode Bahnbrücke soll voraussichtlich Ende 2017 abgerissen, die neue Brücke Ende 2018 fertiggestellt sein.
Für die zahlreichen Pendler und die Lkw-Fahrer auf der B3 sowie insbesondere für die Tostedter, die seit zwei Jahren den Lkw-Umleitungsverkehr über die Bahnhofstraße und an der ohnehin schon stark belasteten Kreuzung am Einkaufscenter Bade ertragen müssen, dürfte die Erleichterung aber nur kurz währen. Denn ab März 2017 wird die B3 abschnittsweise zwischen der Autobahnabfahrt Rade und der Grenze zum Heidekreis für Arbeiten zur Fahrbahnerneuerung gesperrt:
von Mitte März bis Mitte Juni 2017 von der Autobahnanschlussstelle Rade bis zum Trelder Berg (Kreuzung B3/B75);
von Mitte Juni bis Ende August vom Ortsausgang Welle (Höhe Sportplatz) bis Höhe der Ortschaft Wintermoor;
von September bis Mitte November im Bereich von Handeloh-Höckel ab der Einmündung „Am Flidderberg“ bis zur Einmündung „Am Stühberg.
Die Umleitungsstrecken werden erst „zu gegebener Zeit“ bekannt gegeben, da diese derzeit abgestimmt würden, so Dirk Möller, Geschäftsbereichsleiter der niedersächsischen Landesstraßenbaubehörde in Lüneburg. Die Arbeiten würden erst im kommenden Jahr durchgeführt, um die Belastung zeitlich zu verteilen.