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Beim Laufen schüttelt er den Alltagsstress ab

Die zwei Gesichter des Jürgen Marquardt: tagsüber im Anzug...

Haspa-Vorstand Jürgen Marquardt hat eine 60-Stunden-Arbeitswoche - und findet trotzdem Zeit zum Joggen

os. Heidenau. Manchmal, wenn Jürgen Marquardt (51) vom Joggen nach Hause zurückkommt, greift er sich schnell ein Stück Papier. "Ich habe beim Training schon Ideen für ganze Reden gehabt, die ich erstmal niederschreiben musste", sagt der Vorstand Privatkunden der Hamburger Sparkasse (Haspa). Das Laufen ist für den Mann aus Heidenau (Landkreis Harburg) ein wichtiger Ausgleich für seinen stressigen Job in Hamburg, der nicht selten 60 Wochenstunden umfasst. Im Privatkundenbereich der Haspa sind rund 2.000 Mitarbeiter tätig.
Zwei- bis dreimal pro Woche tauscht Jürgen Marquardt den Anzug gegen die Trainingsklamotten, läuft auch schon mal vom Büro an der Alster in seine Stadtwohnung in Ottensen. "Ich brauche diese Einheiten, sonst fehlt mir etwas", erklärt Jürgen Marquardt. "Ich kann auf diesen zehn, 15 oder mehr Kilometern wunderbar den Tag Revue passieren lassen und bekomme den Kopf frei."
Zum Laufen kam der Haspa-Vorstand vor rund sieben Jahren, als er nach fast 40-jähriger Handballkarriere kürzer trat. In der Folgezeit trat er bei diversen Volksläufen an, u.a. beim Deichlauf in Winsen und beim Buchholzer Stadtlauf. Nachdem sein Arbeitgeber, bei dem er schon seine Ausbildung absolviert hat, Titelsponsor des Hamburg-Marathons geworden war, entschloss sich Marquardt, 2011 selbst die 42,195-km-Strecke durch die Hansestadt zu bewältigen. "Da bin ich viel zu schnell angegangen", erinnert sich Marquardt. Trotz einiger Laufpausen überquerte er gleichwohl nach 4:24 Stunden die Ziellinie - eine klasse Zeit bei einer Marathon-Premiere. In den folgenden Jahren lernte Marquardt aus seinen Fehlern und verbesserte ständig seine persönliche Bestzeit - auf 3:51 Stunden in diesem Jahr. "Besser geht es für mich nicht", sagt Jürgen Marquardt. Der letzte Marathon war besonders, weil Marquardt ihn gemeinsam mit seinem Sohn Lukas (18) bestritt. "Zu Anfang war Lukas deutlich schneller, aber zum Schluss war er glaube ich froh, dass ich an seiner Seite war", sagt der Vater. Erfahrung zahlt sich beim Marathonlauf halt aus. Im September wollen Vater und Sohn gemeinsam beim Marathon in Berlin dabei sein.
Trotz des zeitintensiven Jobs und des umfangreichen Lauftrainings hat Jürgen Marquardt, dank seiner Disziplin und seiner Flexibilität, tatsächlich noch Zeit für ein weiteres Hobby: Zuletzt hat er das Golfspielen entdeckt, das er zusammen mit Ehefrau Anke und Sohn Lukas in Sittensen betreibt. Zur Platzreife hat er es schon gebracht. Jürgen Marquardt rät jedem, der es kann, sich sportlich zu betätigen: "Bewegung ist toll!"