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Bekenntnis zur Jugendarbeit

Beim Kartenspielen (v. li.): Jonathan, Oliver, Fotios, Jan-Philipp, Gülges Müller und Jerome
 
Am Tresen im Jugendzentrum (v. li.): Mirko, Tanja Brant, Dominik, Jonathan, Anna und Angel
bim. Tostedt. Die Jugendarbeit in der Samtgemeinde Tostedt soll neu ausgerichtet und an einen Träger vergeben werden. Die Verwaltung verspricht sich davon u.a., dass die dauernden personellen Engpässe dann der Vergangenheit angehören, so Samtgemeinderat Stefan Walnsch. Derzeit wird die Arbeit im Jugendzentrum (JUZ) von den bewährten Kräften Gülges Müller und Tanja Brant mit Unterstützung des Bundesfreiwilligendienstlers Dominik Fengler, der Honorarkraft Dörte von Elling und - während des Winterhalbjahres - von Schwimmmeisterin Angelina Denstedt geleistet.
Besucht man nachmittags das JUZ, herrscht dort reges Treiben. Da wird mit Darts und Karten gespielt, gekickert oder am Tresen geklönt. Ganz stolz sind die Mitarbeiterinnen auf die Neuanschaffungen: u.a. einen Airhockeytisch, einen Kicker mit LED-Beleuchtung, eine modernere Musikanlage und einen kleinen Billardtisch für die ab mittags betreuten Hortkinder. Das JUZ selbst ist montags bis freitags von 15 bis 20 Uhr geöffnet.
Trotz des Weggangs von Jugendpfleger Eik Weiske im vergangenen Jahr, läuft das Programm im JUZ wie gewohnt weiter. Die wöchentlichen Veranstaltungen werden allerdings flexibler gehandhabt, den Bedürfnissen der Jugendlichen entsprechend. Stefan Walnsch: "Großes Lob an Gülges Müller und Tanja Brant, die das normale Programm am laufen halten. Es gibt keine kritischen Äußerungen, dass Wünsche nicht erfüllt würden." Auch das Ferienprogramm sei gut angenommen worden.
"Schüler aller weiterführenden Schulen kommen ins JUZ", so Gülges Müller. Jugendliche der Erich-Kästner-Realschule proben z.B. ihre Tanzchoreografien dort, die Gewaltpräventionsprojekte der Schulen finden dort ebenfalls statt. Und auch der Bandraum werde von den Teenies gerne genutzt. Die Kinder und Jugendlichen können in der neuen Küche kochen, alleine oder auf Wunsch mit Begleitung. Bei Bedarf helfen Tanja Brant und Gülges Müller bei den Hausaufgaben oder Referaten. Immer etwas Neues lässt sich Tanja Brant bei den Kreativ-Angeboten einfallen. Aus dem Programm nicht wegzudenken ist auch die bestens besuchte Fahrradwerkstatt von Hans-Wilhelm Wilkens.
Dass von manchen Kritikern Besucherzahlen ins Feld geführt werden, um das JUZ schlecht zu reden, findet Samtgemeinderat Stefan Walnsch falsch. "Es ist und bleibt ein Zusatzgeschäft, aber wir bekennen uns dazu, weil die Jugendarbeit eine wichtige Aufgabe ist", sagt er.
Als mögliche Träger der Jugendarbeit, für die jährlich 230.000 Euro zur Verfügung stehen, hatte die Samtgemeinde die Quäker, die Reso-Fabrik und die ev. Jugendhilfe Friedenshort angesprochen. Das Sozialwerk Tostedt hatte ebenfalls seine Dienste angeboten. Die Quäker und die Reso-Fabrik haben bereits abgelehnt. In einer Sondersitzung des Fachausschusses am 13. März sollen die beiden übrigen potentiellen Träger ihre Konzepte vorstellen. Vorgesehen ist auch, mit Schulen, Vereinen und dem Samtgemeinde-Jugendring in Kontakt zu treten, um die Ideen der Jugendlichen zu erfragen. Parallel, so Samtgemeinderat Stefan Walnsch, laufe die Ausschreibung für die Stelle des Jugendpflegers.