Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Besucherrekord bei der Polizei und im Rathaus Tostedt

Der Tag der offenen Tür - im Hintergrund die neue Polizeiwache - war bestens besucht
 
Landfrau Erika Behnke überreichte Hans-Jürgen Scholz eine Torte mit einem Polizeiauto aus Zuckerguss (Foto: oh)

Spannende Vorführungen lockten hunderte Besucher / Diensthundeführer, Bergung eines "Unfallopfers" durch Feuerwehr und Verkehrskontrolle begeisterten

bim. Tostedt. Einen spannenden Nachmittag erlebten jetzt geschätzte 2.000 Besucher jeden Alters anlässlich des Tags der offenen Tür bei der Polizei und im Rathaus Tostedt. Bei herrlichstem Wetter erhielten die Gäste Einblicke in die Arbeit von Polizei, Feuerwehr und der Opferhilfsorganisation "Weisser Ring" und waren begeistert. Rege genutzt wurde auch die Möglichkeit zur Besichtigung des neuen Polizeigebäudes. Außerdem informierte die Gemeinde über ihr Radverkehrskonzept.
Das perfekte Zusammenspiel zwischen Hund und Hundeführer zeigten Nicole Ehlert mit "Keno", Denise Staedler mit "Daiko" und Stefan Ollesch mit "Fritz". Dabei sei es wichtig, dass alles spielerisch vonstatten geht. "Wenn wir gut drauf sind, sind die Tiere auch gut drauf", so Denise Staedler. Vorgeführt wurde mit den belgischen Schäferhunden Gehorsam und Unterordnung beim Aufsuchen von Drogen und einer Schreckschusspistole sowie beim Verbellen und Stellen eines "Angreifers". Als Belohnung gab es für die Vierbeiner eine Spieleinheit. Interessant: Auch durch den Wechsel des Halsbandes können die Hunde auf ihr jeweiliges Einsatzgebiet vorbereitet werden. Die Hunde kommen in der Regel mit etwa einem Jahr in den Polizeidienst. "Jeder Hund ist ein Schutzhund, danach wird draufgesattelt", so Denise Staedler. Jeder Hund werde aber nur auf ein Gebiet spezialisiert.
Wie eine Verkehrskontrolle abläuft, verdeutlichten Stefan Böhlke und Dirk Schwarz zur Moderation von Sebastian Rauba. Sie gaben damit Einblicke ins Trainingskonzept der Polizei, bei dem es neben Schießen, Selbstverteidigung und Einsatzmanagement auch u.a. um Stressvermeidung geht, um souverän handeln zu können. Die undankbare Rolle des Kontrollierten übernahm Carsten Bünger, Beauftragter für Jugendsachen bei der Polizeiinspektion Harburg, zur Freude der zahlreichen Zuschauer. "Eine Verkehrskontrolle ist Routine und läuft zu 99,9 Prozent friedlich ab", so Rauba. Neben der Standard-Kontrolle (Fahrzeug- und Führerschein) zeigten die Beamten auch eine Situation, in der der Kontrollierte statt Warndreieck und Verbandskasten ein Messer zückte. Einmal mimte Carsten Bünger einen alkoholisierten Autofahrer, der sich weigerte, auszusteigen, sowie einen Autofahrer, der im Verdacht stand, einen bewaffneten Raubüberfall begangen zu haben.
Besonders spektakulär war die Bergung eines "Unfallopfers" aus einem total beschädigten Pkw auf der Schützenstraße. Die Zuschauer erlebten den kompletten Einsatz - von der Alarmierung, dem Eintreffen der Feuerwehr und der Notärztin, dem Freischneiden der eingeklemmten Person und Erstversorgung bis zum Abtransport.
"Opferschutz betrifft uns alle", so Schauspieler Marek Erhardt, der über die Opferhilfsorganisation "Weisser Ring" informierte, für die er seit drei Jahren als Botschafter im Einsatz ist. "Ich mache viel für die Polizei Hamburg und moderiere u.a. die Polizei-Show. Man fragte mich, ob ich mich nicht auch im 'Weissen Ring' engagieren möchte", so Erhardt. Für ihn sei das eine Herzensangelegenheit. "Jeder Mensch kann jede Sekunde Opfer werden. Ich möchte Menschen zu Zivilcourage animieren. Dabei muss man sich nicht selbst in Gefahr bringen. Es kann reichen, laut auf eine Situation aufmerksam zu machen, um Straftaten zu verhindern", so Marek Erhardt. Als neue Mitglieder im "Weissen Ring" wurden Samtgemeinde-Bürgermeister Dirk Bostelmann, Tostedts Polizeichef Hans-Jürgen Scholz und der Leiter Einsatz der Polizeiinspektion Harburg, Wilfried Reinke, gewonnen.
Über 47 neue Mitglieder freute sich auch der Freibadförderverein, der damit nun locker die Hunderter-Marke geknackt hat.
Abgerundet wurde die Veranstaltung mit Informationen zum Jugendrotkreuz, dem Kuchenverkauf der Landfrauen Tostedt sowie dem Verkauf von Popcorn und Zuckerwatte durch das Jugendzentrum. Nicht abreißen wollte die Schlange am Imbissstand des Moorweghofs.
"Die Begeisterung der Besucher war toll. Wir haben viel Lob für das neue Polizeigebäude erhalten und uns über den großen Ansturm und die freundliche Stimmung gefreut", resümierte Tostedts Polizeichef Hans-Jürgen Scholz.

Auch für die Kinder gab es ein Programm

Für die Kinder gab es beim tag der offenen Tür eine Hüpfburg, Kinderschminken, einen Zauberer und einen Märchenonkel. Higlight war die Polizei-Rallye u.a. mit Ertasten markanter polizeilicher Gegenstände in einer Fühlkiste, Erklärung eines Einsatzfahrzeugs, Gedächtnisspiel, Bastelspaß und einem Quiz.
Auch in der Bücherei gab es Rallye-Stationen. Dort halfen viele ehrenamtliche Mitglieder des Büchrereifördervereins beim Basteln von Polizeimützen, Stoppschildern, Flüstertüten oder Bücherwürmern. Im Flur konnte ein lebensgroßes Puzzle von 20 Teilen zusammengesetzt werden.