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Da flogen die Späne beim ersten "Nordheide-Cup" im Kettensägen

Jörg Bäßler aus dem Erzgebirge beim "Schnitzen" seines Kunstwerks
bim. Jesteburg. Da röhrten die Kettensägen und flogen die Späne, als Kettensägen-Künstlerin Sylvia Itzen aus Buchholz jetzt zur Premiere des "Nordheide-Cup" im Kettensägen auf das Gelände des Lohofs zwischen Bendestorf und Jesteburg einlud. Während sie als Veranstalterin diesmal aufs "schnitzen" verzichtete, bewiesen elf andere Meister an der Kettensäge aus ganz Deutschland und der Ukraine, was sie drauf haben.
Michael Knüdel aus Bispingen ist in der Region ebenso bekannt wie Sylvia Itzen. Er sägte am Samstag einen großen Adler. Weiterhin vertreten waren Michael und Sebastian Krüger (Thüringen), Stephan Block (Dockweiler/Eifel), Andy Assmann (Rheinland-Pfalz), Jörg Bäßler (Erzgebirge), Raik Zenge (Sachsen), Sergiy Klyapetura (Ukraine), Jens Gebhardt (Sachsen), Christian Schmidt (Thüringen) und Michael Hess (Baden-Württemberg).
Die Zuschauer staunten nicht schlecht, wie die Künstler aus einem Stück Holz mit Menpower und den martialisch anmutenden Kettensägen auch filigrane Skulpturen schufen. Zu bestaunen waren u.a. Pferdeköpfe, ein Krokodil, ein springender Hirsch und ausdrucksstarke Figuren. Darunter waren auch Auftragsarbeiten, die Organisatorin Sylvia Itzen angenommen hatte, wie beispielsweise ein Learjet für einen pensionierten Piloten.
Unter den begeisterten Besuchern war auch Lisa Toth aus Rosengarten-Ehestorf, die mit ihrer Familie zu dem Ereignis auf den Lohof gekommen war. "Es ist toll, was die Kettensägen-Künstler können", sagte sie. Vor allem für Sohn Jakob (3) war die Veranstaltung ein tolles Erlebnis.
Über die Jahre habe sich unter den Kettensägen-Künstlern ein Netzwerk entwickelt, die sich auf wechselnden Events treffen, berichtete Sylvia Itzen. "Mit der Ausrichtung des 'Nordheide-Cup' möchte ich etwas von dem zurückgeben, was ich auf anderen Veranstaltungen erlebt habe. Der Lohof am Bendestorfer Forst mit dem Märchenwanderweg und dem idyllischen Hofcafé ist dafür eine passende Location", erläuterte Sylvia Itzen. "Es ist ein Dankeschön und gleichzeitig der erste Qualifikationslauf für die Deutsche Meisterschaft im Speedcarving."
Das Speedcarving (Schnellschnitzen) war der Höhepunkt des "Nordheide-Cup". Dabei sägten die Kettensägen-Künstler in einer halben Stunde kleine Kunstwerke, die anschließend versteigert wurden. Michael Hess qualifizierte sich dabei für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft im Speedcarving 2018. Er erzielte zwar nicht den höchsten Erlös, rückte aber auf, weil Christian Schmidt, der den Learjet fertigte, und Jens Gebhard, der einen Thron für das Kinderschuhfachgeschäft "Prinz und Prinzessin" für die Buchholzer Innenstadt schnitzte, im nächsten Jahr die DM mit organisieren.
Sylvia Itzen war sehr zufrieden mit dem Verlauf des dreitägigen "Nordheide-Cup". Wenn die Firma Konrad das Lohof-Gelände erneut zur Verfügung stelle und die Helfer mitziehen, sei eine Neuauflage denkbar, so Sylva Itzen.