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Das Töten der Hunde geht weiter

Ihr Bild stand für die vielen frierenden Hunde in Rumänien: diese Hündin konnte dank des Einsatzes deutscher Tierschützer gerettet werden (Foto: oh / bim)
bim. Tostedt. Weltweit gingen Tierschützer jetzt auf die Straße, um unter dem Motto "„Yes! we care!“ gegen den Straßenhunde-Mord in Rumänien zu protestieren. Daran beteiligt waren auch hiesige Tierschützer wie Christine Boll (49) aus Handeloh.
Hintergrund: Seit September 2013 dürfen in Rumänien streunende Hunde, nachdem sie zwei Wochen im Tierheim betreut wurden, getötet werden. Auf den Weg gebracht wurde das entsprechende Gesetz nach einem tragischen Beißunfall am 2. September 2013, bei dem ein vierjähriger Junge getötet wurde. Auch deutsche Tierschützer wie die TV-Moderatorin Alida Gundlach aus Asendorf liefen Sturm gegen das "Hundemassaker in Rumänien". Obwohl die rumänische Staatsanwaltschaft längst öffentlich bestätigt habe, dass an dieser Tragödie keine Straßenhunde beteiligt waren, gehe das Töten weiter, sagt Christine Boll.
Zum 1. Januar 2015 trete nun auch noch die zweite Stufe dieses "Tierschutzgesetzes" in Kraft. Demnach müssen alle nicht reinrassigen Haushunde kastriert, geimpft, gechipt und registriert werden. Geschieht das nicht, drohen hohe Geldstrafen. "Eine Flut von Hunden wird in Rumänien auf der Straße landen", befürchtet Christine Boll. Für die Vierbeiner wäre das vermutlich das sichere Todesurteil.
Das "Gesamt-Kastrationspaket" koste pro Hund zwar nur 42 Euro, sei aber für rumänische Hundehalter teils unerschwinglich. "Ein Rentner hat im Durchschnitt nur 100 Euro im Monat, ein durchschnittliches Monatseinkommen liegt in Rumänien bei 250 bis 300 Euro. Die Lebenshaltungskosten sind aber genauso hoch wie in Deutschland", erzählt Christine Boll, die sich im Verein "Animed Deutschland" engagiert. Sie war in den vergangenen Monaten häufiger im rumänischen Arad, um die Arbeit der Tierschützer vor Ort zu unterstützen (das WOCHENBLATT berichtete) und wird das Projekt auch anlässlich der Demo vorstellen.
"Wir möchten gerne Beihilfe leisten und 30 Euro pro Hund dazugeben, damit deren Besitzer alle gesetzlichen Vorgaben erfüllen können", so die 49-Jährige. • Nähere Infos, wie Tierfreunde helfen können unter www.animed-deutschland.de/sitemap/

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