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"Das Wunder von Bern" - ein hoch emotionales Musical um Zusammenhalt und Vertrauen

„Das Wunder von Bern“ erlebt seine Premiere im November (Foto: Stage Entertainment)
 
Der erfolgreiche Liedtexter und Musikproduzent Frank Ramond in seinem Studio

Der erfolgreiche Musikproduzent Frank Ramond aus Buchholz hat die Texte für die 18 Songs verfasst

bim. Buchholz. Der Film von Sönke Wortmann war 2003 bereits ein Kassenschlager. Jetzt erobert „Das Wunder von Bern“ als Musical die Bühne. Produziert von Stage Entertainment, einem der weltweit führenden Unternehmen im Live-Entertainment, erlebt es im November im neuen Stage Theater an der Elbe seine Premiere. Was den rund 30 Darstellern über die Lippen kommt, hat der Buchholzer Frank Ramond (49) zu verantworten, der die Texte für die 18 Songs geschrieben hat.
„Er schaut nicht mal Fußball“, steht in der Biografie auf seiner Homepage. Und der Mann soll am Musical „Das Wunder von Bern“ - dem Inbegriff für den Sieg der Deutschen bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz - mitarbeiten?, fragt man sich da. Frank Ramond grinst: „Es ist ein hoch emotionales Musical. Es geht hauptsächlich um Zusammenhalt und Vertrauen. Da bin ich durchaus kompetent“, erklärt er.
„Es ist eigentlich eine Vater-/Sohn-Geschichte auf drei Ebenen.“ Es geht um die Deutschen im Jahr 1954 als verunsichertes Volk, das versucht, seine Identität zu finden. Außerdem geht es um eine uneinige Fußballmannschaft, die aus diversen Vereinen zusammengewürfelt ist, die sich erst finden muss und gegen einen übermächtigen Gegner antritt. Und um einen verstörten Vater, der nach zehn Jahren aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrt und seinen elfjährigen Sohn, der hohe Erwartungen an ihn stellt, erst kennenlernen muss.
Bereits für das Musical „Rocky“ habe man ihn als Texter in Erwägung gezogen, sich dann aber doch für einen seiner Kollegen entschieden, erzählt Frank Ramond. Vor rund zwei Jahren sei man dann wegen „Das Wunder von Bern“ auf ihn zugekommen. Da begann Frank Ramond, die Texte zu entwickeln, die er „1.000 mal geschrieben und umgeschrieben“ hat. „Daran wird immer wieder gefeilt“, beschreibt Ramond den langwierigen Prozess. Eventuell werden sich im Verlauf der weiteren Proben nochmals Änderungen ergeben.
Das empfindet er aber nicht als Reinreden: „Man ist als Textdichter der Handlung verpflichtet, nicht dem einzelnen Lied. Es macht großen Spaß, das einmal in dem Rahmen zu erleben“, sagt der 49-Jährige. Für ihn ist „Das Wunder von Bern“ nach der Beteiligung an zwei kleineren Musicals ein großes Projekt. „So ein großes Musical entstehen zu sehen, ist schon faszinierend.“ Zum einen gibt es die Texte, die die Handlung als vertonter Dialog bedienen und andererseits Songs, bei denen die Figuren sich selbst darstellen und ihr Innerstes nach außen kehren. „Für Letzteres kann ich Gedanken entwickeln und auf eine Pointe zusteuern, wie ich es von den Chansons gewohnt bin“, sagt Frank Ramond, der als „spitzzüngiger Texter“ der geschliffenen Worte gilt.
Frank Ramond hat die Sängerin Annet Louisan entdeckt und die ersten drei Alben von Roger Cicero produziert und betextet. Für seine Arbeit mit Roger Cicero, Annett Louisan und Ina Müller erhielt Frank Ramond 2007 zusammen mit Matthias Haß aus Hittfeld den Echo in der Kategorie „Produzent des Jahres“. Außerdem zeugen etliche silberne und goldene Schallplatten in Ramonds Studio von seinen Erfolgen. Beteiligt war Frank Ramond jüngst u.a. am erfolgreichen Album „Mit den Gezeiten“ der Gruppe „Santiano“ und am neuen Album „Mitten im Leben“ von Udo Jürgens, das soeben erschienen ist.
• Tickets für die Eröffnungsproduktion des Theaters an der Elbe gibt es ab sofort unter Tel. 01805-4444 (14 Ct./Min. aus dem deutschen Festnetz, max. 42 Ct./Min. aus dem Mobilfunknetz).