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Der Waldkauz ist der "Vogel des Jahres 2017": Der kleine Jäger ist auch in Niedersachsen zuhause

Mit seinen großen Knopfaugen wirkt der Waldkauz sehr freundlich (Foto: Peter Kühn)
(bim). Seine Rufe erklingen regelmäßig in TV-Krimis, wenn es dunkel und unheimlich wird. Im wahren Leben ist sein lang gezogenes „Huu-hu-huhuhuhuu“ nur zu hören, wenn er balzt oder sein Revier markiert: Der Waldkauz wurde jetzt vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) zum „Vogel des Jahres 2017“ gewählt.
Der Bestand des Waldkauzes in Deutschland beträgt laut dem Atlas deutscher Brutvogelarten 43.000 bis 75.000 Brutpaare und wird langfristig als stabil eingeschätzt. Zehn Prozent des deutschlandweiten Bestandes sind mit 5.500 Revieren in Niedersachsen anzutreffen. In küstennahen Regionen, den Inseln sowie der Diepholzer Moorniederung und in Teilen der Heide kommt der Waldkauz jedoch kaum vor.
Der für die Arterhaltung entscheidende Bruterfolg hängt von der Qualität des Lebensraums ab. Das Fällen alter Höhlenbäume, eintönige Wälder und ausgeräumte Agrarlandschaften ohne Nahrung sind die größten Gefahren für einen gesunden Waldkauzbestand.
„Der Vogel des Jahres 2017 ist aber keinesfalls nur im Wald zu Hause, obwohl er sich in lichten Laub- und Mischwäldern am wohlsten fühlt“, so der NABU Niedersachsen. Als ideal gilt ein Lebensraum mit einem Waldanteil von 40 bis 80 Prozent, dazu Lichtungen und angrenzende Felder. Längst ist er auch in städtischen Parkanlagen, Gärten oder auf Friedhöfen mit altem Baumbestand und geeigneten Bruthöhlen zuhause. Dabei kommt er uns Menschen recht nah, wenn er auch eher zu hören als zu sehen ist. Tagsüber versteckt er sich in Höhlen oder in dichten Baumkronen.
Sein freundliches Aussehen verdankt der Waldkauz seinen großen runden „Knopfaugen“ sowie den zwei hellen Querstrichen oberhalb des Gesichtsrahmens, die auf uns Menschen wie Augenbrauen wirken. Die lautlosen Jäger werden mit 40 bis 42 Zentimeter Länge etwa so groß wie Krähen und erreichen eine Flügelspannweite bis zu 98 Zentimeter.