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Der "Weisse Ring" tritt bis heute für Rechte und Belange von Kriminalitätsopfern ein

Karl-Heinz Langner leitet die Außenstelle des "Weissen Rings" im Landkreis Harburg (Foto: os)
(bim). Auf sein 40-jähriges Bestehen blickte jetzt der "Weisse Ring" zurück. Die heute größte Hilfsorganisation für Opfer von Kriminalität wurde im September 1976 in Mainz von 17 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen - darunter der bekannte Journalist und Moderator von „Aktenzeichen XY…ungelöst“, Eduard Zimmermann (†). „Damals wie heute steht der 'Weisse Ring' dafür, Opfern eine Stimme zu geben“, sagt Karl-Heinz Langner, Außenstellenleiter beim Weissen Ring im Landkreis Harburg. Häufig leiden Opfer noch jahrelang nicht nur körperlich, sondern auch seelisch unter den Folgen einer Straftat. Im Landkreis Harburg fallen insbesondere auch eine Vielzahl von Menschen darunter, die Opfer von Wohnhauseinbrüchen wurden.
Der "Weisse Ring" hat es sich zur Aufgabe gemacht, die rechtliche und soziale Situation von Kriminalitätsopfern zu verbessern. In 40 Jahren wurde bereits viel erreicht: So hat sich nicht nur die finanzielle Unterstützung für Kriminalitätsopfer seitens des Staates verbessert. Opfer haben auch im Strafprozess mehr Rechte als früher und Anspruch auf umfassende und sensible Betreuung nach der Tat.
„Getan ist unsere Arbeit aber noch lange nicht“, sagt Langner. Denn die Zahl der polizeilich erfassten Straftaten ist seit 1976 um fast 99 Prozent gestiegen. Auch drehe sich in der öffentlichen und medialen Wahrnehmung zu häufig noch immer alles um den Täter, das Opfer bleibe in seiner Not und Bedürfnissen außen vor. „Hier gegenzusteuern, ist eine Kern-Aufgabe unseres Vereins“, so Langner.
Vielen hunderttausend Kriminalitätsopfern und ihren Angehörigen konnte der "Weisse Ring" bereits helfen: Seit Bestehen des Vereins wurden mehr als 353.000 materielle Hilfeleistungen erbracht. Für Opferbetreuungsmaßnahmen wie Umzugshilfen, Hilfeschecks für anwaltliche oder psychotraumatologische Erstberatungen oder rechtsmedizinische Untersuchungen wurden mehr als 204 Millionen Euro bereitgestellt. Im Landkreis Harburg haben die zehn Mitarbeiter des "Weissen Rings" viel bewegt und vielen Menschen in Not mit Rat und Tat zur Seite gestanden.
Auch über das kostenlose und bundesweite Opfer-Telefon bieten Mitarbeiter unter der Rufnummer 116 006 täglich von 7 bis 22 Uhr Trost und Orientierung. Im Sommer 2016 hat der "Weisse Ring" eine Onlineberatung (www.weisser-ring.de) eingerichtet, um einen zusätzlichen und anonymen Zugang zu seinen Hilfsmöglichkeiten zu schaffen.
Außerdem sind die Helfer in der Kriminalprävention aktiv, um Verbrechen bestmöglich vorzubeugen und zu verhindern, damit Menschen nicht (erneut) Opfer von Straftaten werden. „Vorträge und Informationen können kostenlos über die Außenstelle im Landkreis Harburg vereinbart werden,“ erläutert Langner.
• Kontakt unter Tel. 0151-55164733 oder per E-Mail an karl-heinz.langner.wr@ewe.net.

Über den Weissen Ring

Der Weisse Ring wurde 1976 in Mainz gegründet als „Gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten e. V.“. Er ist Deutschlands größte Hilfsorganisation für Opfer von Kriminalität. Der Verein unterhält ein Netz von rund 3.200 ehrenamtlichen, professionell ausgebildeten Opferhelfern in bundesweit 420 Außenstellen. Der "Weisse Ring" hat über 100.000 Förderer und ist in 18 Landesverbände gegliedert. Er ist ein sachkundiger und anerkannter Ansprechpartner für Politik, Justiz, Verwaltung, Wissenschaft und Medien in allen Fragen der Opferhilfe. Der Verein finanziert seine Tätigkeit aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden, testamentarischen Zuwendungen sowie von Gerichten und Staatsanwaltschaften verhängten Geldbußen.