Bitte klicken Sie zur Auswahl auf eines der folgenden vier Logos:

Die geschändete Stute Zalika hat überlebt - "Sie ist ein toughes Mädchen"

Halterin Jennifer B., die nicht erkannt werden möchte, ist dankbar, dass ihre Stute Zalika, hier mit Fohlen Ari, überlebt hat
bim. Tostedt. Endlos lange Tage liegen hinter Jennifer B. (28) aus der Samtgemeinde Tostedt: Über Wochen war nicht klar, ob ihre Stute Zalika (3,5), die Anfang Dezember von einem perversen Pferdeschänder brutal misshandelt wurde, überlebt. Nach vier Tagen in der Klinik und der täglichen Versorgung durch einen Tierarzt ist die Stute jetzt auf dem Weg der Genesung.
„Ich bin den vielen Menschen so dankbar, die mir beigestanden oder mit Geld geholfen haben, obwohl ich sie teilweise überhaupt nicht kenne“, sagt Jennifer B., die nicht erkannt werden möchte. Um sie bei den teuren Klinikkosten zu unterstützen, sammelte der Reitverein Tostedt auf seiner Weihnachtsfeier Spenden für die Behandlung der Stute. Bäcker Weiss spendierte Kekse, die zugunsten von Zalika verkauft wurden. Weitere Spenden erhielt Jennifer B. u.a. vom Dorfladen Otter, „Das Futterhaus“ und vom Pferdesporthaus Loesdau.
Sie bedankt sich auch bei der Polizei, die die Übergriffe ernst genommen und den Täter relativ schnell gefasst hatte.
Der Pferdeschänder hatte sich in der Nacht vom 6. auf den 7. Dezember an der Stute vergangen. Am Morgen darauf wurde sie von Jennifer B.s Freundin gefunden. „Zalika lag im Schlamm und wollte nicht aufstehen. Ihre Scheide war extrem angeschwollen. Die Blase stand weit offen, sie konnte den Urin nicht halten“, berichtet die 28-Jährige. Durch mehrere innere Hämatome, die auf die Nerven drückten, habe die Stute teilweise auch Lähmungserscheinungen gezeigt. Den Schweif hält Zalika immer noch schief, vermutlich, weil der Pferdeschänder einen Wirbel verletzt hat. Vor dem Halfter schreckt die Stute nun zurück.
Dennoch ist Zalika nach wie vor erstaunlich menschenfreundlich. „Im Großen und Ganzen habe ich sehr viel Glück, weil sie ein toughes Mädchen ist. In der Klinik sagte man mir, es sei gut, dass sie ein Fohlen hat. Daher habe sie umso mehr gekämpft“, so Jennifer B.